Seepferdchens „Pegasus“ heißt der Dreimaster, den Wolters-Reisen für seine Karibiktörns gemietet hat. Entgegen anderen Touren zwischen den Inseln vor und hinter dem Wind wird auf dem seegängigen Poetenroß die Mitwirkung der Reisenden in den Wanten erwünscht. Der Rundkurs ab St. Lucia berührt Grenada und St. Vincent; nautisch weniger Interessierte können sich an Bord in Malen, bei Batik, Sternkunde, Kochen, Musizieren oder im Knüpfen erproben. Auskunft: Wolters-Reisen, 2800 Bremen 1, Postfach 10 01 47.

Verbremt: Auf Vorbestellung bietet Bremens Verkehrsverein seiner niederdeutschen Nachbarschaft nun auch Stadtführungen in plattdeutscher Sprache an. Zwei Fremdenführerinnen verteilen Histörchen und Historie von Roland und den Musikanten.

Wasserfall: Die Malbergbahn in Bad Ems, Deutschlands älteste und steilste Zahnradbahn, wird mit Wasser betrieben. Das mehr als neunzig Jahre unfallfrei fahrende Bähnchen tankt an der Bahnstation jeweils auf, der Ballast des zu Tal ziehenden Wassertanks schleppt die Waggons auf der Gegenstrecke bergan. Auskunft: Kurverein, 5427 Bad Ems, Lahnstraße, Tel. (0 26 03) 44 88.

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Kultstätte: Heidis herzerweichende Geschichte, die im eidgenössischen Literaturwesen selbst dem Teil Konkurrenz macht, hat sich als probater Tourismushelfer erwiesen. Insbesondere des Alpöhis Hütte, ein zwar schon zwei Jahrhunderte altes, aber immer noch filmgerechtes Bauwerk, fand das Interesse der Schweizbesucher – selbst auf dem-Dach eines werbeflinken Zürcher Kaufhauses. Jetzt wurde das für Filmaufnahmen demontierte Gebäude wieder in seine vertraute Umwelt zurückgeführt – nicht wie einst nach. Bergell, sondern auf die Alp Albana bei St. Moritz.

Röhrselig: Viele der Harzer Kur- und Ferienorte bieten in den Herbstwochen wieder Wanderungen an, auf denen die jeweiligen Förster ihre Gäste zu Plätzen geleiten, wo mit einiger Wahrscheinlichkeit die röhrende Hirschbrunft zumindest akustisch zu verfolgen ist. Näheres beim Harzer Verkehrsverband in 3380 Goslar 1, Marktstraße 45, Tel. (0 53 21)2 04 14.