In Wien begann die Weltwissenschafts- und Technologiekonferenz der Vereinten Nationen (UNCSTD), das letzte Treffen in einer Serie von UN-Mammutkonferenzen, die 1972 mit der Umweltschutztagung in Stockholm begann.

Die Delegationen aus 128 Staaten präsentieren bis zum 31. August mit ihren „nationalen Berichten“ eine erste globale Bestandsaufnahme in Sachen Wissenschaft, Technologie und Forschung. Gleichzeitig suchen sie nach Wegen, wie das krasse Ungleichgewicht zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern zum Wohl der Dritten Welt verändert werden kann.

Forschungsminister Volker Hauff, Leiter der bundesdeutschen Delegation, will der Dritten Welt „unsere Erfahrungen und Meinungen anbieten, nicht etwa aufdrängen.“

Bonn ist, was Hauff der UNCSTD-Versammlung vorerst verschwieg, bereit, 150 Millionen Mark über einen Zeitraum von vier Jahren für ein Forschungsprogramm auszugeben, in dem die Probleme der Entwicklungsländer in der Energieversorgung geklärt werden sollen. Der deutsche Vorschuß geht weit über einen Finanzvorschlag der USA hinaus, bewegt sich jedoch innerhalb eingefahrener institutioneller Bahnen: Federführend soll die Weltbank sein. G. H.