Alte Wertpapiere

Auch in diesem Jahr werden wieder „historische“ Wertpapiere zum Weihnachtsfest geschenkt werden. Einen Überblick über diesen Markt bietet die Zeitung für Historische Wertpapiere. Sie erscheint sechsmal im Jahr; Herausgeber sind die „Freunde Historischer Wertpapiere“ in Frankfurt. Spitzenpreise werden nur für alte, gut erhaltene Stücke gezahlt Zahlenmäßig liegt das Schwergewicht der Preise unter 100 Mark. Für Papiere, die aus der Zeit nach dem II. Weltkrieg stammen, werden nur selten mehr als 20 Mark erlöst. Im Augenblick, so weiß der „Pfandbrief-Dienst“ zu berichten, sind vor allem Papiere im mittleren Preisbereich unter 100 Mark mit möglichst dekorativen Aufdrucken gesucht.

Gold auch in Luxemburg

Um ihren Goldkunden eine mehrwertsteuerfreie Anlage zu bieten, hat die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank, München, bei ihrer Luxemburger Tochtergesellschaft ein sogenanntes „Goldbzw. Silberkonto“ eingerichtet. Der Kunde erwirbt dort einen Anteil am Sammelbestand an Gold- und Silberbarren, der bei namhaften Banken außerhalb Luxemburgs hinterlegt ist. Auf diese Weise partizipiert der Kunde an den Wertveränderungen der Edelmetalle, ohne Kosten für Versicherung und Transport übernehmen zu müssen, die bei der Auslieferung der Metalle anfallen.

Spekulation mit Restquoten

Obwohl in verschiedenen Gerichtsurteilen die Forderungen von Besitzern sogenannter „Restquoten“ an den ehemaligen deutschen Großbanken auf Reaktivierung der alten Institute oder auf Entschädigung durch die aus den alten Instituten hervorgegangenen „neuen“ Großbanken (wegen Benutzung der Namen) abgewiesen worden sind, wird immer wieder versucht, die Spekulation in diesen Titeln anzuheizen, gestützt auf immer neue Rechtsgutachten. In der Zeitschrift „Die Aktiengesellschaft“ vom 20. August 1979 kommt Harold Rasch zu dem Schluß, daß die Ansprüche der Altbank-Aktionäre bei der Commerzbank AG v. 1870 am ehesten realisiert werden könnten. Eine These, die im gleichen Heft von Uwe Lenga bestritten wird. Die Vorstände der drei Großbanken haben wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Restquoten keinen realisierbaren Vermögenswert beinhalten, also praktisch wertlos sind. Dennoch werden für die Restquoten der Commerzbank 28,60 Mark, für die der Deutschen Bank 19 Mark und der Dresdner Bank 21 Mark bezahlt.

Tilgung wieder interessant

Nach Rückgang der Kurse für langlaufende Sechsprozenter sind die von den Pfandbriefinstituten angebotenen vorzeitigen Tilgungen wieder interessant geworden. Die freiwillige Rückzahlung geschieht zu unterschiedlichen Bedingungen. Während einige Banken die Tilgung aller im Umlauf befindlichen Stücke einer Serie bis zum Nennwert von 1000 Mark zusichern, machen andere die Rücknahme davon abhängig, daß die Stücke über einen bestimmten Zeitraum im Besitz des heutigen Inhabers gewesen sein müssen.