Politik

Am Ende der Ära Tito

die jugoslawische Partei mit Vorwürfen und griff mehrere Führer namentlich als "zweifelhafte Marxisten" an. Stalins Versuch, die Partei zu spalten, scheiterte an Titos kompromißloser Entschlossenheit.

+ Weitere Artikel anzeigen

Wirtschaft

Paris am Pranger

Rpy Jenkins, Präsident der EG Kommission, ist eigentlich nicht der Typ, dem leicht der Kragen platzt. Diesmal aber war es dem einstigen Labour Politiker, der sich gern das Image eines Tory gibt, däön doch zuviel.

+ Weitere Artikel anzeigen

DIE ZEIT

Wie reagieren auf die Russen?

Seit der Berliner Luftbrücke im Winter 1948/1949 hat es kein Ereignis gegeben, das die Situation der Welt mit einem einzigen Schlage so total verändert hat wie der Einmarsch der Sowjets in Afghanistan.

Notfalls Nein zu Olympia

Die klassischen Olympischen Spiele wurden im Jahre 394 durch kaiserliches Dekret verboten. Die romantischen Olympischen Spiele begannen, geistig vorbereitet auch von deutschen Denkern wie den Historikern Niebuhr und Curtius, 1896 in Athen, und Hauptinitiator war der französische Baron Pierre de Coubertin, der die Deutschen eigentlich nicht dabei haben wollte.

Zeitspiegel

Wie das bei allen prominenten Politikern der Fall ist, wird auch die Post des amerikanischen Vizepräsidenten Mondale im wahrsten Sinne des Wortes durchleuchtet.

Sacharow: das erste Opfer des neuen Kalten Krieges?

Die Rache der Sowjets für Präsident Carters Olympiaboykott hat nicht lange auf sich warten, lassen: Am Dienstag dieser Woche wurde Andrej Sacharows Moskauer Wohnung von KGB-Beamten und Miliz in einer Großaktion durchsucht, er selber auf offener Straße verhaftet.

Die Bonner Krisen-Debatte: Ein leiser Hauch von Gemeinsamkeit

Helmut Schmidt ist am Donnerstag dieser Woche Gastgeber einer Begegnung von Seltenheitswert. Zum erstenmal seit den bedrückenden Tagen der Mogadischu-Krise im Herbst 1977 steht nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan nun wieder ein gemeinsames Gespräch zwischen Kanzler und Kanzlerkandidat auf der Tagesordnung.

Frankreichs Kommunisten: Ende der Öffnung

Mal theatralisch polternd, dann mit staatsmännisch gerunzelter Stirn, schließlich giftsprühend: Georges Marchais zog alle Register seines komödiantischen Könnens, als er Anfang dieser Woche bei seinem Fernsehauftritt den Zuschauern die Annäherung seiner Partei an Moskau als die normalste Sache der Welt zu verkaufen suchte.

NS-Verfahren: Von einer, die das Blut liebte

In diesem Prozeß ist alles schon passiert: Der Vorsitzende der 17. Großen Strafkammer am Düsseldorfer Landgericht brach zusammen (Kreislaufkollaps), ein Ersatzrichter lag mit Bandscheibenschaden wochenlang im Krankenhaus, eine Angeklagte und ein Ersatzschöffe sind inzwischen verstorben, ein Verteidiger legte sein Mandat nieder, weil ihm der Ausschluß drohte, Angeklagte und Zeugen kollabierten, aus dem Hauptverfahren mußten Einzelverfahren wegen Erkrankung abgetrennt werden, manchmal hatte das Gericht nach Ablehnungsanträgen der Anwälte stundenlang über sich selber zu verhandeln.

Berlin: Grenzöffnung im achten Jahr

In der gleichen Zeit wurden rund 25 Millionen Besuche von West-Berlinern in Ost-Berlin und in der DDR genehmigt. In siebeneinhalb Jahren hat also im Durchschnitt jeder West-Berliner mehr als zehn Besuche gemacht.

BONNER BÜHNE: Göttliches Recht der Union

Ginge es nach dem Arzt, so sollte der Kanzler am besten drei Wochen das Bett hüten. Aber das läßt sich natürlich nicht einrichten, zumal nicht in diesen kritischen Zeiten.

Italien: Ultimatum der PSI

Italiens Innenpolitik steuert in eine neue Sackgasse: Die sozialistische Partei (PSI), die bislang das Kabinett des Christdemokraten Cossiga durch Stimmenthaltung am Leben hält, fordert die Regierungsbeteiligung der Kommunisten.

Salvador: Einig gegen rechts

Es begann mit Schießereien zwischen Rebellen und Soldaten und einer Besetzung von 140 Farmen und Kirchen. Für Dienstag war ein "Marsch der Einheit" auf die Hauptstadt San Salvador angesetzt.

Biographie: Nicht nur Bettschatz

Für König Friedrich II. von Preußen gehörte die Marquise de Pompadour zu den "drei ersten Huren Europas". Und als getreues Echo einer moralbestimmten Geschichtsschreibung ließ sich Thomas Mann 1914 vernehmen: "Man merkte ihr von dem Schmutz, aus dem sie kam und der ihr Element blieb, beinahe nichts an.

Muskelspiele mit der Eskarda

Kein Krieg. sonst ist derart oft durch die Schreibmaschine gedreht worden wie der U-Boot-Krieg. Daß "in einer kleinen Suchharke" Südlich Island am 4.

Solidarität kann teuer werden

Der Unternehmer Willi Daume, Inhaber einer Eisengießerei in Dortmund, sprach seinen Kollegen in der Industrie aus dem Herzen.

Einsam auf dünnem Eis

Jetzt wird es ernst. Nachdem die einleitenden Pflichtübungen mehr oder weniger lustvoll absolviert wurden – Unternehmerbeschimpfung bei den Gewerkschaften, Absingen von Klageliedern bei den Arbeitgebern –, steigen nun die Matadore in den einzelnen Tarifbezirken der Metallindustrie zum eigentlichen Schlagabtausch in den Ring.

Entwicklungshilfe: Hektik

Nun will der Westen also viel Geld in die potentiell von den Russen bedrohten Entwicklungsländer pumpen. Bonn hat sich schon zu Wort gemeldet.

Heizölpreis: Markt-Diktat

Der Ölkonzern BP kann mit sich zufrieden sein: Die Erhöhung der Benzinpreise ging diesmal weitgehend ohne unsachliche Kommentare über die Bühne.

BONNER KULISSE

Rolf Rodenstock, Brillen-Fabrikant und Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) müßte sich über die Schelte von CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber arg getroffen fühlen.

Tarif Vertragsparteien: Eigentor

Eine andere Frage ist, ob die Gewerkschaften das denn sollen. Die Arbeitgeber der chemischen Industrie wollten dies genau wissen und befragten vor einiger Zeit das moderne Orakel, in diesem Fall das Emnid-Institut.

Österreich: Pfeifen auf dem letzten Loch

Um insgesamt 5,9 Milliarden Schilling will Wiens Finanzminister Hannes Androsch die Österreicher in diesem Jahr erleichtern, um über erhöhte Beiträge zur Sozialversicherung das Staatsbudget zu sanieren.

Bierpreise: Wieder Tritt gefaßt

Auch in Altbayern bricht heute kein Volksaufstand mehr aus, wenn der Bierpreis hochgeht. Aber für dicke Schlagzeilen sorgt dies immer noch.

Italien: Sehnsucht nach Godesberg?

Ein paar Wochen lang leistete Giorgio Benvenuto, Generalsekretär der sozialistischen Dachgewerkschaft UIL, Widerstand. Ein Generalstreik gegen die italienische Regierung sei nicht opportun.

Der neue AEG-Chef: Ein sanfter Sanierer

Was hat er dann, der Mann, der den angeschlagenen Elektrokonzern retten soll? Er hat ein Unternehmen, das "mittelständisch" geheißen wird, weltweit aber immerhin dreitausend Menschen Arbeit gibt – und er hat die Überzeugung, das Unternehmen als "gesellschaftliche Veranstaltung" verstanden werden müssen.

Firmen und Fakten

In den nächsten drei bis vier Jahren soll der Philips-Personalbestand in den Niederlanden um 1500 Mitarbeiter verringert werden.

Börsen-Report: Stunde der Mutigen

Am Wochenbeginn fiel der deutsche Aktienindex auf einen Stand wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig machte sich so etwas wie Stimmungswandel in den Börsensälen bemerkbar.

Das reine Spielkasino

Kostolany: Das ist mehr als eine Spekulation, das ist eine Explosion. Das Goldfieber ist fast eine Epidemie. Der Boden dazu wurde schon seit fünfzehn Jahren bewußt vorbereitet, vor allem von der Goldlobby: der südafrikanischen Regierung, den Schweizer Großbanken, der Sowjetregierung und den dieser Lobby verbundenen deutschen Banken.

DEVISEN-SELLER

Als wäre nichts gewesen: Die Turbulenzen um den Dollar, die in den vergangenen vier Wochen die Devisenmärkte in Bewegung gehalten hatten, spiegeln sich in unserer Tabelle nicht wieder.

ZEITRAFFER

In der Lohntarifrunde 1980 der Metallindustrie scheint die Entscheidung nicht im kampferprobten Südwesten, sondern in Nordrhein-Westfalen zu fallen.

Korrigierte Prognose

Noch Mitte Dezember schien gedämpfter Optimismus angebracht. Der Sachverständigenrat hielt auch für 1980 eine nur mäßig verlangsamte wirtschaftliche Expansion in den Industrieländern für wahrscheinlich.

Lebensangst oder Theater?

Der bayerische Landesarzt für Behinderte, Professor Albert Göb, und das von ihm geleitete Spastikerzentrum in München sind seit Monaten im Gerede.

+ Weitere Artikel anzeigen