Die konservative Regierung Thatcher legt sich und dem Land strenge finanzielle Disziplin auf. Zum erstenmal hat Großbritannien eine Art mittelfristige Finanzplanung – bis zu Orwells ominösem Jahr 1984. Diese Neuerung allein, aber mehr noch die Ziffern, sollen aller Welt verkünden, daß diese Regierung beharrlich ihren Kurs verfolgt, in dem die Geldmengenpolitik eine alles überragende Rolle spielt: Stetiger Abbau der Expansion der Geldmenge von sieben bis elf auf vier bis acht Prozent; Rückgang der staatlichen Neuverschuldung von knapp vier auf eineinhalb Prozent des Volkseinkommens; Abbau des Volumens der Staatsausgaben um ein Prozent jährlich.

Austreibung der Inflation oder wenigstens Minderung von jetzt 20. auf beträchtlich unter zehn Prozent ist das Ziel des ganzen Unternehmens, das beträchtliche Risiken enthält. Ein Erfolg an der Inflationsfront wird nämlich noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Nordseeöl entzündet das Licht am Ende des Tunnels. Die Regierung spielt das bewußt herunter. Aber ganz erhebliche Einnahmen, die nach verbreiteter Ansicht von der Regierung unterschätzt werden, werden in die Staatskasse strömen und den Spielraum für Steuersenkungen bieten – im Jahr 1984, wenn die Amtszeit der Regierung Thatcher abläuft.