Mit den ebenso knappen wie treffenden Bezeichnungen "Seeräuberart" und "Strandräuberei" belegte die Welt am Sonntag kürzlich den Umstand, daß die Fremdenverkehrsverantwortlichen auf der Insel Wangerooge Reservierungen für einen Strandkorb nur dann akzeptieren, wenn bis zum 30. April ein stattlicher Batzen Geld auf ihrem Konto eingegangen ist. Die Insulaner verlangen nicht nur Vorkasse für den Korb, sondern auch noch eine Vorauszahlung für die gesamte Kurtaxe. Sie schreiben damit ein neues Kapitel in der Geschichte der offenen Hände im Fremdenverkehr. Die Schelte für das Koppelgeschäft mit Zinsgewinn führte zu forscher Vorwärtsverteidigung. Die Werbeagentur der Insel hatte für Positivreklame zu sorgen. Textprobe: "Wangerooge: Korb buchen statt holen." Unsere Alternative "Wangerooge: Korb geben." K. V.