Dokumentar-Text, literaturkritischer

Ria Endres: "Am Ende angekommen Über Thomas Bernhard und sein Bildder Welt

/ Von Rolf Michaelis

Gleich mit ihrem ersten Buch, einer Dissertation, stellt die 1946 in Buchloe geborene Autorin einen Totenschein aus. Er gilt der "Kopfmaschine", der "Denkmaschine", der "Wortmaschine" der "Schmerzmaschine", der "männlichen Sprechmaschine" – kurz: der Mann-Maschine.

Mit feministischem Furor fordert eine junge Frau die (männliche) Welt der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler heraus in ihrem als Doktorarbeit angenommenen, unverhohlen autobiographischen Dokumentar-Text –

Ria Endres: "Am Ende angekommen – Dargestellt am wahnhaften Dunkel der Männerporträts des Thomas Bernhard"; Collection S. Fischer, 11, S. Fischer Verlag, Frankfurt, 1980; 120 S., 9,80 DM.

Kluge, zum Nachdenken zwingende und oft schöne Sätze stehen hier neben vor Wut blinden Attacken, die trotzig Argumentation verweigern.