Gemeinsame Geburt

Laut Allensbach wollen werdende Väter und vor allem Mütter die Geburt ihres Kindes gemeinsam erleben. 21 Prozent aller befragten Männer taten dies schon. Grundsätzlich dafür sind 63 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer. Die Jüngeren zwischen 16 und 19 Jahren stehen dem Erlebnis besonders positiv gegenüber (68 Prozent der Männer, 86 Prozent der Frauen), während bei der älteren Generation (60 Jahre) noch Vorbehalte bestehen (32 Prozent der Männer, 45 Prozent der Frauen), ob "Mann" in den Kreißsaal gehört.

Lokführerin – kein Kindertraum

Der Kindertraum aller Steppkes, besonders zu Zeiten der inzwischen nostalgischen Dampfloks, war der Beruf des Lokführers. Spätestens jetzt wird er ihnen streitig gemacht. Die Bundesbahn leistet ihren Beitrag zur Emanzipation. Auch Frauen können jetzt Lokführer werden, allerdings sollen sie körperlich geeignet sein und eine abgeschlossene Ausbildung als Elektro- oder Metallfacharbeiter haben. Nach 18monatiger Vorbereitungszeit und bestandener Prüfung sind sie dann "Reservelokführerin zur Anstellung".

Hilfe für Pastoren

Eine "Orientierungshilfe" für Pastoren hat der Propstekonvent im Sprengel Hamburg nach einer fast zweijährigen Beratungszeit beschlossen. Danach empfehlen die Pröpste ihren Pastoren zum Beispiel, Kinder auch dann zu taufen, wenn nur ein Elternteil und ein Pate der lutherischen Kirche angehören. Sie halten einen Gottesdienst anläßlich der Eheschließung auch dann für möglich, wenn ein Partner aus der Kirche ausgetreten ist. Und sie sehen auch im Freitod keinen Grund, ein kirchliches Begräbnis zu versagen. Der Hamburger Bischof Wölber sagte zu dieser "Orientierungshilfe": "In den gegenwärtigen, von starken Veränderungen bestimmten Verhältnissen eröffnet sie dem Pastor einen größeren Spielraum für seine seelsorgerlichen Entscheidungen." Die Pastoren, die häufig nicht wissen, "wieweit in einer offenen Situation ihr Handeln von der Kirche gedeckt wird" (Wölber), haben jetzt ein Papier in der Hand, das dem seelsorgerlichen Bemühen "ausdrücklich" Priorität gegenüber kirchzuchtlichen Maßnahmen" bescheinigt.