Kaufe Babys!

Mit einem "Kaufgesuch" per Zeitungsinserat haben der kanadische Heilsarmee-Leutnant Chris Humphrey und seine Frau Edith eine ungewöhnliche Kampagne gegen die Abtreibung gestartet: "Unerwünschte Babys zu kaufen gesucht", annoncierten sie in einer Wochenzeitung Montreals. Die Eheleute Humphrey bieten jeder werdenden Mutter, die ihr Kind abtreiben lassen will, Bargeld in einer zu vereinbarenden Höhe, wenn sie sich bereit erklärt, das Baby auszutragen und es dann einer kirchlichen Vermittlungsstelle zur Adoption zu übergeben. Das Angebot, ein Kind zu "kaufen" und darüber schon während der Schwangerschaft einen Vertrag abzuschließen, so räumte allerdings auch Leutnant Humphrey ein, sei möglicherweise "nicht sehr geschmackvoll".

Abschied von der Revolution

Knapp sechs Jahre nach ihrem erfolgreichen Putsch verzichten die portugiesischen Militärs auf das letzte Einspruchsrecht in der Politik. Der Sprecher des Revolutionsrates verkündete in lapidarer Kürze, die Streitkräfte würden nach Auslaufen des gegenwärtigen Verfassungspaktes am 15. Oktober 1980 "mit keiner Partei irgendein Abkommen" schließen. In den vergangenen Wochen hatten Gerüchte in Lissabon wissen wollen, der Revolutionsrat sei mit der neuen konservativen Regierung Sa Carneiro unzufrieden. Der totale Rückzug der Offiziere machte fraglich, ob Generals-Präsident Eanes noch einmal kandidieren würde: Die Streitkräfte werden ihn nicht offiziell unterstützen; von den Parteien hat sich noch keine offen zu Eanes erklärt.

Quislings Vermögen

Maria Quisling, die im Januar verstorbene Witwe des 1945 hingerichteten norwegischen Naziführers, hat die lutherische Stadtmission in Oslo testamentarisch als Haupterben eingesetzt. Der Wert des Vermögens wird auf mehrere Millionen Kronen geschätzt. Wichtigster Bestandteil ist eine Gemäldesammlung, zu der ein Originalwerk des französischen Impressionisten Claude Monet gehören soll. Maria Basilievna, geborene Pasek, stammte aus Moskau; wo sie Anfang der dreißiger Jahre den dort als Holzkaufmann tätigen Vidkun Quisling kennenlernte. Sie blieb bis zum Tod russisch-orthodoxe Christin.

Hindernisse für Juden