In der Kneipe saß ein kahlköpfig Rumpelstilzchen am Nebentisch bei den Stammgästen; und unter ihnen ein junger Mann, hierorts bekannt, weil er in seinen Semesterferien immer in der öffentlichen Bibliothek, Abteilung Kunst, aushilft.

"Was die Vergangenheit betrifft", sagte Rumpelstilzchen, "so kann ich wohl sagen, daß ich sie überwunden habe. Ich sehe die Dinge heute anders, meine Herren! Nehmen wir doch einmal zum Beispiel. .."

"...die abstrakte Malerei...", sagte der junge Mann.

"Sehen Sie, da behaupte ich nun keineswegs, daß man das Zeugs direkt verbieten soll. Verrückte wollen auch leben. Und zu den Stahlmöbeln in den modernen Büros paßt es ja als Dekoration manchmal nicht schlecht. Aber die Leute, die so was in die Museen oder sogar daheim in ihre Wohnstube hängen und die im Plattenschrank direkt neben Beethoven so ’ne Atonalinskis zu liegen haben, die sollte man sich doch näher ansehen."

"Religion!" Dieses Stichwort gab jetzt der junge Mann.

"Wissen Sie was? Mir sind alle Konfessionen recht, sogar – Sie werden lachen – die jüdische, Wenn’s nach mir gegangen wäre, ich hätt’ gesagt: (Alle Juden rin in die Synagogen und...‘"

"Und?", fragte der junge Mann.