Neues Gebührenmodell der Commerzbank

Zum 1. Mai tritt bei der Commerzbank für den Zahlungsverkehr mit der Privatkundschaft ein neues Gebührenmodell in Kraft, dessen Ziel es ist, die Kostendeckungsquote von bisher 20 Prozent auf rund ein Drittel zu verbessern. Vorgesehen ist eine monatliche Grundgebühr von zwei Mark. Daneben wird die bisherige Freipostenzahl von 15 je Quartal auf drei je Monat reduziert. Ermäßigt wurden dafür die Postengebühren für bargeldlose Zahlungen (Verrechnungsschecks, Dauerauftrag/Lastschriften, Überweisungseingänge) von 0,50 auf 0,30 Mark. Für Überweisungsausgänge sowie sonstige Zahlungsvorgänge sind je Buchung demnächst 0,40 Mark fällig. Ein- und Auszahlungen werden mit 0,50 Mark belastet. Gebührenfrei bleiben weiterhin Konten von Schülern, Auszubildenden und Studenten.

Berlin-Darlehen verbessert

Die Aufnahme von Berlin-Darlehen nach § 17 Abs. 2 des Berlin-Förderungsgesetzes erfolgt zu besseren Bedingungen. Der Zinssatz beträgt neuerdings sieben Prozent, die Tilgung 1,25 Prozent (zuzüglich der ersparten Zinsen). Die Laufzeit macht 25 Jahre aus, das dann bestehende Restkapital wird in einer Summe zurückgezahlt. Der Einzahn lungskurs beträgt 100 Prozent. Die echte Steuerersparnis macht 20 Prozent des Darlehensbetrages aus, um die die Einkommensteuer im Jahr der Darlehenhingabe gekürzt werden kann.

Die Rendite dieser Darlehen beträgt 10,03 Prozent und setzt sich zusammen aus 8,75 Prozent laufender Verzinsung (unter Berücksichtigung der Einkommensteuerersparnis) und einer Zusatzverzinsung von 1,28 Prozent, die sich daraus ergibt, daß eben nicht nur der Kapitaleinsatz, sondern der volle Darlehensbetrag getilgt wird.

Liac-Kurs weiter gedrückt

Der Kurs der Liac-Aktie ist durch den Umsturz in Liberia von 3,60 bis auf zwei Mark gefallen. Die Liac besitzt Optionen auf große Eisenerzvorkommen in Liberia, deren Erschließung jedoch bisher auf große, vor allem finanzielle Schwierigkeiten gestoßen ist. Liac-Aktien befinden sich zum Teil in den Händen privater deutscher Anleger.