Soviel wie in keinem Jahr zuvor haben deutsche Firmen 1979 im Ausland investiert: 7,81 Milliarden Mark. Damit erhöhte sich nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums das Volumen deutscher privater Direktinvestitionen auf 66,002 Milliarden Mark. Ausländer legten letztes Jahr 1,916 Milliarden Mark in Deutschland an. Damit erreichten die Auslandsinvestitionen ein Volumen von 55,242 Milliarden Mark. Die USA stehen dabei mit 20,14 Milliarden an der Spitze. Auch in umgekehrter Richtung stehen die USA an der Spitze. Hier investierten die Deutschen insgesamt 12,28 Milliarden Mark.

Eine geringfügige Dämpfung scheint sich beim Preisauftrieb anzudeuten – aber immerhin. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes kletterten im März die Großhandelspreise um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind sie von Februar bis März dieses Jahres allerdings erneut langsamer gestiegen als im Vormonat. Auch die Erzeugerpreise industrieller Produkte zeigen diese Tendenz. Im März standen sie um 7,8 Prozent über dem Vorjahr, im Februar lag der Anstieg bei acht Prozent.

Stolze Erfolge melden die Zollbeamten und Grenzschützer an den offiziellen Grenzübergängen wie auch an den unsichtbaren Grenzlinien in Feld, Wald und Wiesen. 1979 nahmen sie 126 959 Schmuggler fest. Das waren zwar ein paar weniger als im Jahr zuvor. Der Wert der geschmuggelten Ware indes lag mit 97,2 Millionen Mark um fast zwanzig Millionen höher. So wurden rund 28,5 Millionen Mark an Abgaben nacherhoben. Spitzenreiter der illegalen Importe sind Zigaretten, Alkohol und Dieselkraftstoff.

Glaubt man der Statistik, dann kauft jede bundesdeutsche Frau ab 15 Jahren im Jahr zweieinhalb Kleider. Für Damenoberbekleidung hat sie nach Angaben des Deutschen Modeinstituts letztes Jahr 724 Mark ausgegeben.

Jede vierte der rund 200 000 Gaststätten in der Bundesrepublik wird von einem Ausländer geführt. Nicht nur die jeweiligen Landsleute, auch die deutschen Besucher empfinden die Spezialitätenrestaurants der Italiener, Spanier, Griechen, Jugoslawen und Türken als Bereicherung. Nicht so sehr anscheinend die deutsche Konkurrenz, die mit Nachdruck die Einführung eines "Sach- und Fachkundenachweises" fordert, um den hohen Standard des Gewerbes zu erhalten... gf