Wirtschaft

Das Kreuz mit dem Kreuz

Horst Jegust, Büroleiter des Bundeswahlbeauftragten für die Sozialwahlen, versucht zum Abschied eine

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DIE ZEIT

Der letzte Patriarch

Was dieses Jahrhundert an Berauschendem und Bitterem, an Umwälzungen und, Besetzungen, an Idealen und Illusionen erfuhr – der Bauernsohn Josip Broz machte immer das Beste daraus.

Droht uns ein neues "Ohne mich"?

Niemand hat erwartet, daß der fünfundzwanzigste Jahrestag des Beitritts der Bundesrepublik zum Nordatlantischen Bündnis ein Freudenbekenntnis würde.

Die Bürde der Sportler

Die Sachwalter des olympischen Sports ziehen alle Register: Am Sonntag trafen sich die Vertreter von 18 europäischen NOKs in Rom, "um zu retten, was zu retten ist".

Worte der Woche

"Man kann sagen – und das gilt für China wie für die anderen sozialistischen Länder –, daß zur Frage des Verhältnisses zwischen Freiheit, Demokratie und Sozialismus wir zur Zeit in keinem existierenden sozialistischen Land ein Modell sehen, dem wir unsere Konzeption, die unter dem Namen ‚Eurokommunismus’ bekannt geworden ist, zuordnen können.

Zeitspiegel

Nach einem Bericht der New York Times sind die Agenten, die dem amerikanischen Geiselbefreiungskommando in Teheran Fahrzeuge für den Sturm auf die US-Botschaft.

Sterben für Hebron?

Jerusalem, im Mai Hebron ist eine Stadt außer der Reihe. Hier erwarb Abraham, der Stammvater von Juden und Arabern, zum Preis von 400 Schekel Silber eine Grabhöhle, Machpela genannt, für seine Frau Sarah.

Ein Geschäft mit Haken

Die Chancen der Grünen bei der Bundestagswahl sind zwar ungewiß. Doch für Unruhe sorgen sie allemal und dies nicht nur in den Bonner Parteizentralen.

Besuch in Israel: Strauß gefiel durch Offenheit

Während seines Feldzuges als Kanzlerkandidat ist Franz Josef Strauß schon mehrmals ins Ausland ausgewichen. Mit seinen Reisen nach Rumänien und Frankreich, in die Vereinigten Staaten, nach England und jetzt nach Israel sammelt er nicht nur Punkte für sein internationales Renommee; er sichert sich damit auch jene Fernsehberichterstattung, die den Medienberatern in den Parteien so wichtig ist, die einem Oppositionsführer aber nicht ohne Mühe zuteil wird.

Wolf gang Ebert: Aus dem Papierkorb

Bonn. Zu einem der Öffentlichkeit bisher unbekannten peinlichen Zwischenfall kam es bei der letzten Bundespressekonferenz, als einige der ranghöchsten Kommandeure der Bundeswehr trotz persönlicher Einladung "als Friedensstörer", wie es später hieß, unter dem Beifall fast aller anwesenden Journalisten einfach hinausgeschmissen wurden.

Argentinien: Rosa Zeiten am Rio de la Plata

Argentiniens Präsidentenpalais heißt Casa Rosada, das rosa Haus; als im vorigen Jahrhundert sich die "rote" und die "weiße" Partei kompromißlos bekämpften, habe ein Präsident seinen Amtssitz eben rosa streichen lassen, um seine versöhnliche, überparteiliche Position schon äußerlich zu dokumentieren.

BONNER BÜHNE: Helmut Schmidts Vorliebe fürs Bewährte

Tiefen Einblick in sein Innenleben hat Helmut Schmidt nicht gewährt, als er jüngst einen Fragebogen in der FAZ beantwortete, in dem er nach der Manier der Gesellschaftsspiele im Viktorianischen England über sich selber Auskunft geben sollte.

Kuba: Flucht übers Meer

Derzeit warten 387 Kubaner – zumeist entlassene politische Gefangene – in der US-Mission in Havanna auf Visa und Ausreise; sie waren vor einer knüppelschwingenden Meute dorthin geflohen, nachdem sie gegen die schleppende Ausstellung ihrer Papiere protestiert hatten.

Geiseln freigestürmt

Die Geiselnehmer, von denen vier sofort getötet wurden, waren am 30. April in die Botschaft eingedrungen. Sie hatten die Freilassung von 91 politischen Häftlingen sowie einen autonomen Status für die südiranische Provinz Khusistan gefordert.

Südafrika: Zweites Soweto

Mehr als 100 000 farbige Schüler haben sich mittlerweile dem Protest angeschlossen, der sich gegen die minderwertige Ausbildung ihrer Rasse wendet.

Trauer-Gipfel am Grabe

Als sehr wahrscheinlich galt, daß es am Rande der Begräbnisfeierlichkeiten zu einem Treffen zwischen Bundeskanzler Schmidt und dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Honecker komme.

Was macht der Kreml ohne uns?

Sanktionen gegen die Sowjetunion: Ein Technologie-Embargo kann Moskaus Wirtschaftsbürokraten nicht schrecken

Gemütliche Planwirtschaft

Moskau-Touristen können heute im Kreml eine Kutsche bestaunen. Sie ist 1757 in Frankreich gebaut worden – im Auftrag des Zaren.

"Moskau ist nicht unabhängig"

ZEIT: Jimmy Carters Appelle an Amerikas Verbündete, wegen Afghanistan Wirtschaftssanktionen gegen die Sowjetunion zu verhängen, sind bei uns auf fast einhellige Ablehnung gestoßen.

Erdinger Moos: Prozeß der Superlative

Für Münchens CSU-Nachwuchs hat der ganze Fall noch immer nicht das Niveau eines Happenings überschritten. Als Anfang letzter Woche das größte Verfahren in der Geschichte bundesdeutscher Verwaltungsgerichte begann und 40 Auserwählte von 5724 Klägern gegen den geplanten Münchner Flughafen im Erdinger Moos zum Kampf um Argumente antraten, da fiel der Jungen Union München-Ost nichts Besseres ein, als auf dem Gelände des heiß umstrittenen Airports einen "Grundstein" zu legen.

Mütze und Zipfel

Semesteranfang in der Universität Freiburg. In einer Einführungsvorlesung für Erstsemester bei dem Historiker Reinhard Mielitz sitzen vier buntbemützte Studenten mit Bändern und Zipfeln in der ersten Reihe – allein.

Heimweh nach Vietnam

Zum ersten Mal In Hamburg: Vietnamesische Tänze, Gesänge und Pantomime. Damit stellten sich in der vergangenen Woche die in der Hansestadt lebenden Flüchtlinge aus Indochina Ihren deutschen Mitbürgern als neue Nachbarn vor.

Denk ich an Deutschland...

Die Zahl der deutschen Kriegerdenkmäler zur Zahl der deutschen Heine-Denkmäler verhält sich hierzulande wie die Macht zum Geist", hat Tucholsky einmal resigniert festgestellt.

Blinde Wahl – verfassungswidrige Wahl?

Ein grüner Schnellhefter hängt unberührt an der Wand. Der Geschäftsstellenleiter der Kaufmännischen Krankenkasse KKH in einer Kleinstadt nimmt ihn unwillig herunter und zeigt ihn einem neugierigen Mitglied: Acht Seiten Namenslisten, nackte Namen, unter der Rubrik "Vorschlagslisten".

Aufruhr im Volksheim

Für die Bewunderer des "schwedischen Modells" ist es ein Schock, für die Schweden selber eine völlig neue Erfahrung: Einen Arbeitskampf größeren Ausmaßes hat es in dem Land, in dem der moderne Wohlfahrtsstaat erfunden wurde, seit mehr als sieben Jahrzehnten nicht mehr gegeben.

BONNER KULISSE

Ein wenig irritiert hat sich in diesen Tagen in Bonn so manch einer gefragt, welche bundespolitische Ehren der noch amtierende EG-Kommissar Guido Brunner einzuheimsen hofft, seit er auf den aussichtsreichen Platz sechs der baden-württembergischen Landesliste der Freien Demokraten für die Bundestagswahl am 5.

Vereinigte Staaten: Abwärts

In den USA hat die Talfahrt begonnen, die Rezession ist da. Schon melden sich einige schüchterne Stimmen, die für einen deutlichen Kurswechsel der amerikanischen Geldpolitik plädieren.

In Nordrhein-Westfalen wird gewählt: Auf der Suche nach dem verlorenen Glanz

Seit der Sozialdemokratische Landeswirtschaftsminister Erik Nölting nicht mehr von Düsseldorf aus die soziale Marktwirtschaft des CDU-Bundeswlrtschaftsministers Ludwig Erhard in Bonn bekämpft, ist Wirtschaftspolitik in Nordrhein-Westfalen eine eher langwellige Sache geworden, Und da Nölting zuletzt vor nunmehr dreißig Jahren einem Landeskabinett angehörte, hat man sich daran inzwischen gewöhnt.

Nach dem Fiasko ein neuer Versuch

Als Fiat-Chef Giovanni Agnelli vor Jahren die Hand nach der französischen Citroën-Gruppe ausstreckte, befahl Frankreichs General de Gaulle: "Unsere Autoindustrie bleibt national!" Agnelli mußte den Rückzug: antreten.

"Mit einem Messer zwischen den Zähnen"

Auf den großen Industriemessen werden bekanntlich nicht nur Produkte gehandelt, sondern auch Informationen und Mutmaßungen. Beim jüngsten Stelldichein der Industrie in Hannover war das besonders an den Ständen der Computer-Hersteller zu spüren.

Silbermarkt: Auffangnetz für die Spekulanten

Schließlich gaben sich die Hunt-Brüder doch die Ehre. Die erste Vorladung zur Aussage vor einem Ausschuß des US-Repräsentantenhauses hatten die beiden texanischen Silber- und Kreditjongleure mit Nichterscheinen beantwortet: Die beiden unbesetzten Stühle im Sitzungssaal des Kongresses dürften die meistphotographierten und gefilmten leeren Sitzgelegenheiten der jüngeren amerikanischen Mediengeschichte sein.

Vereinigte Staaten: Absturz vom Zinsgipfel

Mit einem kühnen Schachzug wollte John Bunting die Scharte wieder auswetzen, die der Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes während der Rezessionsjahre 1974 und 75 in der Bilanz der First Pennsylvania Bank hinterlassen hatte.

Börsen-Report: Besonnen

Mit der jüngsten Diskonterhöhung ist die Zinssenkung am deutschen Kapitalmarkt vorerst einmal beendet. Der besonders bei den festverzinslichen Papieren mit kürzeren Laufzeiten, eingetretene Wiederanstieg der Renditen war bisher weniger dramatisch als zunächst befürchtet.

ZEITRAFFER

Enttäuscht ist Josef Stingl, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, über den geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit im April.

Rekorde nur bei den Preisen

Die Verbraucher der großen westlichen Industrieländer haben ein schwieriges Jahr vor sich. Die Volkswirtschaften wachsen nur noch bescheiden.

MANAGER UND MÄRKTE

Die Mitarbeiter des Düsseldorfer Warenhauskonzerns Horten wissen es bereits, der Öffentlichkeit hingegen sollte es erst anläßlich der Pressekonferenz am 28.

Neue Stammkundschaft für die Schiene

Vaerst: Wir haben ein erfreuliches Jahr 1979 hinter uns, das uns sowohl im Güterverkehr als auch im Personenverkehr gewaltige Zuwächse gebracht hat.

Aufschwung im Abschwung

Die Autoherren geben sich weiter gelassen: Der Rückgang der Pkw-Neuzulassungen im ersten Quartal dieses Jahres "liegt voll im Rahmen unserer Erwartungen", meint VW-Chef Toni Schmücker; und selbst James F.

Großer Mann, was nun?

Ein Notschrei nach Peter Zadeks Berliner "Bunbury"-Inszenierung / von Benjamin Henrichs

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