Hermann Kahn: Die Zukunft der Welt (1980–2000), Verlag Fritz Molden, 525 Seiten, DM 36,–

Der „dicke Denker Kahn“, als Optimist in der Zukunft der Zukunftsforscher etwas aus der Mode gekommen, tritt hier zum großen Gegenschlag gegen die griesgrämigen Propheten kommenden Mangels an. Kahn und seine Mitarbeiter am Hudson-Institut, die in den sechziger Jahren der Menschheit den Einzug ins Schlaraffenland prophezeiten, lassen sich einfach nicht irre machen. Sie setzen weiter auf eine positive Weltwirtschaftentwicklung“, prüfen ihre Voraussetzungen und Chancen. Sie versuchen nachzuweisen, daß die moralische und intellektuelle Position der Wachstumskritiker immer schwächer wird, weil ihre Überzeugungen auf schwachen Argumenten und Analysen beruhten. Wer Pessimismus nicht als intellektuelle Lust empfindet, sollte sich ruhig die Gegenargumente Kahns und seiner Gemeinschaft ansehen, die weiterhin an ihr früheres Buch „Vor uns die guten Jahre“ glauben. mj