Wie einige Leute Briefmarken, so sammeln andere bei Auslandsreisen Stempelabdrucke im Reisepaß. Wer in den europäischen Ferienländern unterwegs ist, braucht beim Grenzübertritt nur seinen Personalausweis. An einigen, aber nicht an allen Ländergrenzen wird nach Auskunft der Konsulate von den Zollbeamten auf Wunsch noch ein Stempel in den Paß gedrückt.

Wer die Grenze nach Frankreich passiert, braucht den Beamten am Schlagbaum nur zu fragen; wenn nicht gerade die Sommerferien beginnen und sich die Autos an der Grenzstelle kilometerlang stauen, wird der Reisende ohne Schwierigkeiten seinen Abdruck in den Paß bekommen. Ebenso wird es ihm an den Grenzübergängen nach Jugoslawien, Spanien und der Schweiz ergehen. Portugals Zollbeamte kommen ebenfalls der Bitte des Touristen nach, seinen Paß bei der Ein- oder Ausreise zu stempeln.

Auch an den Übergängen nach Dänemark bekommt der Einreisende einen Stempel, wenn er ausdrücklich danach fragt, ebenso beim Landeswechsel nach Österreich, hier hat man allerdings nur bei größeren Grenzposten Glück. Die Beamten an Finnlands Einreiseposten haben ein Einsehen mit Fragenden, wenn nicht gerade allzuviel los ist.

Großbritanniens Zöllner stempeln die ausländischen Pässe bei der Einreise ab, es sei denn, die Abfertigung erfolgte bereits bei der Abreise in der Heimat. Auch bei einer Griechenland-Fahrt braucht man nicht extra zu fragen, den Stempel gibt’s ohnehin.

An Italiens Grenzbäumen könnte es bei der Frage nach dem Stempel zu Schwierigkeiten kommen. Seit die Visumpflicht abgeschafft wurde, halten die italienischen Grenzbeamten keinen Stempel mehr im Zollhäuschen bereit. In Schweden bekommen nur Visumpflichtige noch einen Abdruck.

Wer in die Ostblockländer reist, braucht ein Visum und bekommt damit (meistens) automatisch an der Grenze seinen gewünschten Stempel in den Paß. Hella Leißner