Vom Sparwillen amerikanischer Autofahrer könnten bald die deutschen Fahrzeuglenker profitieren. Denn anders als in den Vergangenen Jahren fließt in diesem Sommer praktisch kein Tropfen Benzin vom Rotterdamer Markt über den Atlantik in die Vereinigten Staaten. Und auf dem Rotterdamer Spotmarkt geraten deshalb die Treibstoffpreise unter Druck.

Von Anfang Juli bis heute sind Super und Benzin je Liter um fast vier Pfennig billiger geworden. Ein Liter Super kostet heute nur noch 46,7 Pfennig. Einschließlich aller Zuschläge, Provisionen und Steuern kann Super aus Rotterdam an deutschen Tankstellen für etwa 1,17 Mark angeboten werden. Die Markentankstellen verlangen derzeit. aber im Durchschnitt 1,21 Mark.

Spielraum für Preiserhöhungen, wie sie etwa der Chef der deutschen BP, Hellmuth Buddenberg, gern sähe, bleibt da nicht. Beim Konkurrenten Esso äußert man sich sibyllinisch. Sprecher Thomas Ukert: „Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich der Benzinmarkt bewegt.“ Die Richtung, die die Preise dann nähmen, dürfte klar sein: abwärts.

Wie unterschiedlich die Gebühren für ein Gehaltskonto sein können, hat die Stadtsparkasse Köln jetzt vorgerechnet. Für die gleichen Geschäftsvorfälle kann man im Jahr 45,76 oder 195,28 Mark bezahlen – je nachdem, ob man sein Konto beim Postscheckamt oder bei der teuersten der drei Großbanken unterhält. Die Stadtsparkasse ist mit 72,50 Mark nach der Post am billigsten.

Was sie auszeichnet, ist die Art der Gebührenberechnung; Es werden nämlich nicht kleinlich die Posten gezählt, sondern 1,25 Promille der Haben-Umsätze, höchstens jedoch dreißig Mark im Halbjahr in Rechnung gestellt. Dazu kommen dann noch die Kosten für Scheckkarten und Kontoauszüge.

Dieses System begünstigt nach Auffassung des Vorstandsvorsitzenden Fritz Hermanns den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Da die Höhe der Gebühren nicht von der Zahl der „gestreuten“ Schecks, sondern vom Zahlungseingang abhängig ist, entfällt der Anreiz, möglichst viel Geld auf einmal abzuheben und bar zu zahlen. Für die Sparkasse hat das, so meint Hermanns, auch einen Vorteil: Der „Bodensatz“ auf den Gehaltskonten, der dem Institut billig zur Verfügung steht, beträgt durchschnittlich 1300 Mark.

Die englischen Bildschirmtext-Experten, deren Prestel -System Vorbild für den seit Frühjahr auch in der Bundesrepublik laufenden Feldversuch mit dem neuen Kommunikationsmedium ist, wollen mit deutschen Kunden auch direkt ins Geschäft kommen. Unter dem Namen Prestel International bietet eine Tochter der Briten seit kurzem Kunden, in den USA, Niederlanden, Schweden, Schweiz, Großbritannien, Australien und Deutschland einen Bildschirmtext-Dienst für den internationalen Verkehr an. Für ihren grenzüberschreitenden Großversuch wollen die Briten vor allem international tätige Konzerne interessieren, die das neue Medium für ihr Geschäft testen sollen. Nicht nur klassische Multis wie der Computerkonzern IBM und der Nahrungsmittelriese Unilever sind schon eingestiegen, auch die Deutsche Lufthansa hat bei Prestel International bereits unterschrieben.