Vertreter ans mehr als 150 Ländern nehmen in Genf einen neuen Anlauf zur Einigung über die Neuverteilung der Meere und ihrer Bodenschätze.

Die 1973 begonnene Seerechts-Konferenz befindet sich in ihrer entscheidenden Endphase. Nach gescheiterten ersten Bemühungen um eine umfassende Seerechts-Konvention 1958 und 1960 geht es bei dem jetzt siebenjährigen Verhandlungsmarathon um eine Neuverteilung von rund 70 Prozent der Erdoberfläche.

Hauptstreitpunkt ist nach wie vor die Ausbeutung der unermeßlichen Schätze auf dem Meeresboden (Mangan, Nickel, Kupfer und Kobalt). Einig ist man sich in Genf zwar darüber, daß eine internationale Behörde Finanzierung, Abbau und Verteilung der Bodenschätze übernehmen soll. Umstritten ist jedoch die Zusammensetzung dieser Behörde und der Verteilerschlüssel des Materials.

Gegen die Stimmen der Entwicklungsländer fordern die Industrienationen eine Sperrminorität.

D.Z.