... raffen Menschen so sehnsuchtsvoll Gegenstände, oft sinnlose, meist überflüssige? Man beobachte einmal die Passagiere der berühmten Butter-Kreuzfahrten: Männlein wie Weiblein verändern sich. Die Gesichtszüge bekommen etwas Lauerndes, die Körperhaltung etwas Gespanntes, die Hände falten in nicht enden wollender Unruhe Plastiktüten zusammen, auseinander, wieder zusammen. Packpapier wird glattgestrichen, ungeahnte Mengen von Toblerone-Rollen werden neben süßem Sherry, Kautabak und 4711 in Skai-Taschen Zusammen und wieder auseinander gepackt – das kann stundenlang so gehen, einwickeln, auswickeln, neu verpacken, und noch ein Kilo Edamer dazu. Es ist derselbe lustvolle Kampf wie die Schlacht um preiswerte Unterhosen und „Bettwäsche im Angebot“, die sich Schlußverkauf nennt. Geben Sachen Sicherheit? Ist es ein Ur-Instinkt, eine Mischung aus Jagdlust, Beutetrieb und Sammelleidenschaft? Sind die Pfefferminzbonbons und HB-Stangen dasselbe wie die Gallé-Lampen und Hundertwasser-Lithos der „Oberschicht“? Gar wie die Picassos oder Vermeers der „rich and beautiful people“? Bilden Dinge einen Wall vor der Welt, vor Unbill und Katastrophe – sind sie ein Teil der Höhle, die wir alle bewohnen? F. 1. R.