Die ehrgeizige Konkurrent des altehrwürdigen Michelin, das französische Restaurant- und Reisemagazin Gault Millau,hat hart zugeschlagen – gegen Deutschland. In einem Sonderheft zur Feriensaison, in dem einzelne Urlaubsländer unter die Lupe genommen werden, weiß das Blatt aus der Bundesrepublik Mißliches zu berichten. Verschreckt berichten die Beobachter vom Staßenverkehr auf unserer Rheinseite: "Die deutschen Autofahrer ordnen sich mit teuflischer Disziplin in Fahrspuren ein und wehe, wer da einen Fehler macht, kilometerlange, unfreiwillige Umwege sind die unausweichliche Folge."

Wer als Tourist gar mit dem Wagen zum Einkaufen fährt,der handelt sich laut Gault Millaudoppelten Ärger ein, denn: "Die Geschäfte führen nur teure und geschmacklose Produkte, sieht man dennoch etwas Nettes, kommt es aus Frankreich." Will der Reisende sein Haupt, von solchen Enttäuschungen schwer geworden, zur Ruhe bitten, naht neue Unbill: "In vielen ländlichen Pensionen befinden sich Schlachtereien. Ekelerregende Düfte am Morgen zeugen davon." J. R.