Als "Jahrzehnt des Zweirades" betrachtet die deutsche Zweiradindustrie die achtziger Jahre. Allein in diesem Jahr sollen 4,3 Millionen Fahrräder im In- und Ausland abgesetzt werden. Im ersten Halbjahr wurden mit 2,4 Millionen bereits 23 Prozent mehr Räder hergestellt als im Vorjahr. Besondere Marktrenner sind qualitativ gute Renn- und Sporträder. Um 25 Prozent zurückgegangen ist hingegen der Verkauf der "Mofa 25". Die Hersteller führen das in erster Linie auf die neue Prüfung für Mofafahrer zurück.

Bei Einfuhren scheint sich eine langsame Preisberuhigung anzudeuten. Seit Januar dieses Jahres gingen die Einfuhrpreissteigerungen von 26,6 auf 13 Prozent im Juli zurück. Vor allem die Preise für Rohkaffee und Frischgemüse, die sogar um 8,2 beziehungsweise 7,8 Prozent sanken, haben zur Halbierung des Preisschubs der Importe beigetragen. Aber auch Mineralölerzeugnisse verbilligten sich um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Preise deutscher Exporte kletterten im Vergleich zum Vorjahr dagegen nur um 6,4 Prozent (Juni: 6,7 Prozent, Mai: 7,1 Prozent).

Nach den ersten Tagen der Frankfurter Herbstmesse sind die Mienen der Hersteller von Schmuck und Kunstgewerbe noch nicht sehr freundlich. Bisher wurde weniger abgesetzt als ursprünglich erwartet; Umsatzsteigerungen führen die Aussteller in erster Linie auf höherwertige Ware, nicht aber auf größere Bestellmengen zurück. Der Trend zur höheren Qualität wird damit erneut deutlich. Auf der Herbstmesse zeigen Aussteller aus 55 Ländern Produkte aus dem Konsumgüterbereich.

Innovationen, energiesparende Produkte und Verfahren werden in den nächsten Jahren in der Bundesrepublik eine wichtige Rolle spielen. Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums hängen Wachstum und Beschäftigung gerade von Ausmaß und Art der privaten Investitionen ab. Die Sicherung geeigneter Rahmenbedingungen sei dabei Grundvoraussetzung. Als "einen wichtigen Schritt in diese Richtung" wird das Steuerentlastungsgesetz 1981 gewertet. H-K