...Dummheit und Feigheit deutschsprachiger Theaterdirektoren, Bonzentum angeblich so schöpferischer Regisseure, die längst nach dem Karajan-Status streben ... Einäugigkeit und Arroganz der deutschen "Metropolenkritik" für die "Metropolenzeitungen" sowie deren Bastarde in der Provinz... Gerhard Roth

"Theater heute" wird heuer 20 und ich heute 42. 22 Jahre lang mußte ich es also ohne "Theater heute" aushalten; Worte reichen gewiß nicht aus, diesen Schmerz zu beschreiben." Urs Widmer

Wir befinden uns, wie immer, mitten in einer Theaterkrise. Eben haben "Theatermacher" anderen Theatermachern vorgeworfen, keine Theatermacher zu sein, worauf diese den Vorwurf zurückgeflankt haben... Ein zuschauender Autor könnte der Aufregung nur entnehmen, daß Autoren sowieso nicht zu den Theatermachern zählen-. Was auch seit dem Ende der sechziger Jahre vollkommen wahr ist.

Reinhard Baumgart

Mein persönliches Stichwort fürs Leben oder Lebendigerwerden ist das Kneifen durch das Erleben des Schmerzes, ohne den es kein Genießen gibt. Das Schlimme ist, daß nur wenige von uns das Leben wirklich lieben, sondern eine Art von sinnlosen Herumtaumelns und -fummelns vorziehen, ohne Schmerz und ohne Genuß, ebenso tot wie jeder Tod.

George Tabori

Alle Zitate aus dem Jahrbuch der Zeitschrift "Theater heute": "Theater 1980", mit einem Sonderteil zum 20jährigen Bestehen von "Theater heute".