Noch rund zweieinhalb Wochen bis zur Bundestagswahl: Wahlpflichtbewußte Bürger, die an diesem wichtigen Tag auf Reisen sind, geben ihre Stimme (per Briefwahl) schon vorher ab.

Spätestens am 13. September sollten alle Wahlpflichtigen die Wahlbenachrichtigung vom zuständigen Orts- oder Bezirksamt erhalten haben. Die angeforderten Briefwahlunterlagen werden seit dem 15. September an die Antragsteller verschickt. Und damit die Abgeordneten nicht ohne die Stimme jener Wähler, die just am 5. Oktober in den Ferien sind, ins Parlament einziehen müssen, sollten sich Urlauber rechtzeitig, möglichst noch vor der Abreise, um die Briefwahlunterlagen (Stimmzettel, Umschlag, Rücksendeumschlag, Wahlschein) kümmern. – Jede Wahlbenachrichtigung enthält einen entsprechenden Antrag für die Briefwahl. Wer es vor der Abfahrt vergessen hat, kann seinen Antrag immer noch schriftlich an das betreffende Orts- oder Bezirksamt abschicken (per Telephon hat man keinen Erfolg); ist dieser Antrag nicht mehr zur Hand, kann die Briefwahl auch mit einem formlosen Schreiben beantragt werden.

Die Briefwahlunterlagen werden auch in die entferntesten Länder und Regionen nachgeschickt. Die Rücksendung des angekreuzten Stimmzettels und des Wahlscheins innerhalb der Bundesrepublik ist portofrei, nur für die Wahl vom Ausland her muß der Brief mit Stimmzettel und Wahlschein in einem frankierten Umschlag abgesandt werden.

Damit dies auch noch rechtzeitig klappt – der letzte Eingangstermin ist Freitag, der 3. Oktober –, muß auf jeden Fall an die (oft recht lange) Postlaufzeit vom Urlaubsort in die Heimat gedacht werden. Bis zu diesem Termin können auch Wähler, die beispielsweise am Donnerstag oder Freitag vor dem Wahlsonntag überraschend die Koffer packen müssen und deshalb am 5. Oktober nicht selbst zur Urne gehen können, noch die Briefwahlunterlagen beantragen. Hella Leißner