Der Streit zwischen Rauchern und Nichtrauchern findet auch über den Wolken statt – zumindest in Großraumflugzeugen mit Längsteilung in Raueher- und Nichtraucherzone.

Bei dieser Regelung müssen.sich Nikotinfeinde in den mittleren Sitzreihen von ihren paffenden Nachbarn zuweilen arg einnebeln lassen. Die Grenze zwischen beiden bildet nämlich kein Gang, sondern nur eine imaginäre Linie.

Nach Aussage der Fluggesellschaften gibt es für dieses leidige Problem keine optimale Lösung. Die Deutsche Lufthansa beispielsweise hatte ihre DC-10, Jumbos und Airbusse ehemals "quergeteilt" – hinten Raucher, vorne Nichtraucher. Dieses empfanden aber die rauchenden Lufthansa-Kunden als ungerecht, weil sie "auch mal vorn sitzen" und nicht nur auf die hinteren Plätze verbannt vor sich hin kokeln wollten. So entschied man sich schließlich für die Einteilung, über die sich heute die Nichtraucher beschweren, dann nämlich, wenn in vollbesetzten Maschinen der Sitznachbar im Mittelsektor seinen Glimmstengel entzündet. Aber, so die Lufthansa, diese Regelung habe genauso viele Für und Wider wie die andere.

In den Großraumjets der Air Canada, der British Airways und der Air France zum Beispiel setzt man nach wie vor die Raucher auf die hinteren Plätze und die gesundheitsbewußten Kunden nach vorn. Jedoch auch hier ist man der Meinung, daß dies keine befriedigende Lösung sei.

Oder man greift zu so rigorosen Mitteln wie ein Pilot der amerikanischen Gesellschaft Eastern Airlines: Einen Rauchdisput beendete er kurzerhand, indem er – beide Kampfhähne an die Luft setzte natürlich erst nach der Landung auf dem nächsterreichbaren Flughafen. Brigitte Wolter