Weniger Abgase

Abgas-Katalysatoren können Auto-Abgase wesentlich verringern. Messungen der Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin haben ergeben, daß drei Testwagen, in die versuchsweise "Abgasfilter" eingebaut worden waren, nach 10 000 Kilometern Großstadtverkehr bis zu 40 Prozent weniger Kohlenmonoxyd und Kohlenwasserstoffe ausgeschieden haben. Nach Angaben des Umweltbundesamtes würde der serienmäßige Einbau dieser Katalysatoren, die auch das Schadstoffvolumen des deutschen bleihaltigen Benzins deutlich verringern, den Kaufpreis eines Personenwagens um etwa 200 Mark verteuern.

Zelte auf dem Campus

Die Zeiten sind lange vorbei, daß der typische Student sich bei einer resoluten, über seine Moral wachenden Zimmerwirtin einquartierte, die ihn des Morgens unsanft aus der Bettruhe pochte. Immer mehr verdrängen Wohnheime, Appartments und Wohngemeinschaften auch die traditionelle "Bude". Seit kurzem jedoch haben Deutschlands Studenten eine neue Wohnform für sich entdeckt: Camping. Bereits im Frühjahr wurde aus Gießen von einem Studentenpärchen gemeldet, das einen Wohnwagen auf dem Campus aufstellte. An der Ruhruniversität Bochum hat die Idylle in diesem Semester bereits Methode: 13 Zelte stehen seit letzter Woche bereit, die vor allem den Erstsemestern als Unterschlupf dienen sollen.

Friedensdorf in Schwierigkeiten

Die wohl älteste Vietnam-Hilfe in der Bundesrepublik ist in großen Schwierigkeiten und braucht dringend Hilfe – die Oberhausener "Aktion Friedensdorf", gegründet 1967 –, um Kindern und Jugendlichen aus Kriegs- und Krisengebieten zu helfen. In den ersten acht Jahren kümmerte sich die Hilfsaktion in erster Linie um die jüngsten Opfer des Vietnamkrieges. Sie holte napalmverbrannte, querschnittgelähmte, amputierte junge Vietnamesen nach Oberhausen und versorgte sie in ihrem Friedensdorf. Mit dem Ende des Vietnamkrieges vor fünf Jahren hat sich die Lage der Oberhausener Friedensdorf-Aktion stetig verschlechtert, heute droht sie zu scheitern. Denn "während die vietnamesischen Behörden bis heute nicht das geringste Interesse an der Heimkehr dieser Kinder zeigten", blieben zugleich die während des Krieges reichlich fließenden Spenden aus. Das Schicksal der Opfer des grausamen Krieges in Südostasien, klagt die Aktion, "begann aus dem Bewußtsein der deutschen Öffentlichkeit zu schwinden". Aus Verantwortung gegenüber insgesamt 87 jungen Vietnamesen, die dringend auf die Oberhausener Aktion angewiesen sind, hat sich vor einigen Jahren eine "Fördergruppe Ruhr" für das Friedensdorf gebildet, die nun dringend um Spenden bittet. Nähere Informationen sind unter ihrer Anschrift 4200 Oberhausen 14, Pfeilstraße 35 a (Telephon: [02 08] 67 22 69) zu erhalten. Kontonummer: Postscheckamt Essen (BLZ 360 100 43) Nr.2131-431.