Eine positive Konjunkturwende erwartet das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung schon im Laufe des nächsten Jahres. Die Inflationsrate werde von gegenwärtig 5,5 Prozent auf vier Prozent oder sogar darunter sacken – vorausgesetzt, daß die Öl Preissteigerungen 1981 gemäßigt ausfallen. Im Vergleich zu 1980 werde das reale Sozialprodukt nach Meinung des Instituts dagegen nicht steigen, und die Arbeitsmarktlage werde sich weiter verschlechtern. Grund: Die Zahl der Erwerbspersonen steigt noch.

Die Westdeutsche Landesbank Girozentrale sieht eine ähnliche Entwicklung für 1981 voraus: Die Talsohle des konjunkturellen Abschwungs sei spätestens im ersten Quartal nächsten Jahres erreicht; danach, würde sich die Wirtschaft wieder beleben. Obwohl das Sozialprodukt nur geringfügig zunehme, sieht die WestLB keine Notwendigkeit, durch Konjunkturprogramme nachzuhelfen. Das Institut betrachtet die wirtschaftliche Flaute als notwendigen Anpassungsprozeß an veränderte Energiepreise.

Die deutschen Verbraucher bezahlen mehr für elektrischen Strom als die meisten ihrer europäischen Nachbarn. Das geht aus einer EG-Untersuchung hervor. Am höchsten sind die Strompreise in Belgien. Bei dem Vergleich wurde festgestellt, daß private Haushalte in Düsseldorf nur 86,6 Prozent der Summe zahlen, die vergleichbare Haushalte in Brüssel für elektrischen Strom aufbringen müssen. In Paris sind es 77,1, in Kopenhagen 55,7 und in Mailand nur noch 45 Prozent der Brüsseler Stromrechnung.

Der Ruf nach dirigistischen Maßnahmen in der europäischen Stahlindustrie wird immer lauter. Obwohl Paris noch keinen offiziellen Antrag an die EG-Kommission gestellt hat, würde es die französische Regierung "gern sehen", wenn sich Brüssel dazu durchringe, den "offensichtlichen Notstand" in der europäischen Stahlindustrie auszurufen.

Von Januar bis August dieses Jahres lieferte die Bundesrepublik Waren im Wert von 3,38 Milliarden Mark an die DDR und nach Ost-Berlin. Das bedeutet eine Steigerung von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Warenverkehr aus der DDR in die Bundesrepublik erhöhte sich um 26 Prozent auf 3,65 Milliarden Mark.

Viele Schuhkäufer sind nicht bereit, mehr als einen "Blauen" für neue Fußkleidung zu bezahlen. Schuhhersteller-stellten auf der 50. Internationalen Schuhmesse fest, daß Schuhwerk über hundert Mark schwer abzusetzen sei. Der Verbraucher kann damit rechnen, daß das Angebote der Ware unterhalb dieser "Schallgrenze" verbreitert wird.

H.-K.