Wirtschaft

Manager und Märkte

, Die deutschen Autoherren sind in sich gegangen. Klagen, so das Ergebnis des Nachdenkens, hilft nicht gegen den Vormarsch der japanischen Konkurrenz.

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DIE ZEIT

Ruck nach rechts

Deutlicher als erwartet hat die regierende Mitte-Rechts-Koalition am vergangenen Sonntag die portugiesischen Parlamentswahlen für sich entschieden.

Nachrichten über die Bombe

Sprengstoffspezialisten des Bundeskriminalamtes und des bayerischen Landeskriminalamtes haben über die Bombe, die Gundolf Köhler beim Münchner Oktoberfest zündete, neue Erkenntnisse gewonnen.

Wird Schmidt ein Spar-Kanzler

Helmut Schmidt hat selbst im Überschwang des Erfolges nie danach getrachtet, als "Volkskanzler" in die deutschen Geschichtsbücher einzugehen, wovon in seinen besten Zeiten einst Ludwig Erhard träumte.

Gefährliches Modell

Was immer der Ausgang des drei Wochen alten Krieges zwischen Irak und Iran sein wird: Er hat ein neues, ominöses Kapitel in den blutigen Annalen des Mittleren Ostens eröffnet.

Zeitspiegel

Über Greta Burmester, seine Stieftochter, ließ Herbert Wehner während des Wahlabends im Ollenhauer-Haus der SPD bestellen, er werde wohl nicht gebraucht und wolle auch nicht kommen, Nicht einmal selber telephonieren wollte Wehner.

Brüssel ist an allem schuld

Als ich vorige Woche zwei Stunden lang mit ihm sprach, war der belgische Premierminister noch sehr zuversichtlich. "Wann werden wir denn in der ZEIT etwas über Belgien lesen können?" fragte er.

Ausbruch aus der Wagenburg

Helmut Schmidt, der kein Verstellungskünstler ist, zeigte sich in der Wahlnacht von der ersten Sekunde an mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Die Union nach der Wahl: Hoffen auf ein neues Glück

Alles ging wie das Brötchenbacken: Kaum 48 Stunden nach dem Wahltag hatte sich die Unionsfraktion im Bundestag konstituiert; da war Helmut Kohl so gut wie einstimmig wieder, und für die ganzen vier Jahre der Legislaturperiode, zum Fraktionsvorsitzenden gewählt, war ebenso die Vereinbarung über die gemeinsame Fraktion ohne jeden Einwand bestätigt.

Heiter als wäre nichts gewesen

Noch in der Niederlage beschäftigte der Bayer die Gemüter mehr als die Gehirne. Probeweise wurden in der Wahlnacht schon die Schicksalsmelodien angestimmt und die Nachrufe formuliert, in denen sich FJS glatt und restlos auflöste.

"Splitting" aus Sympathie

Der Größte unter den Siegern ist er mit seinen gut 47 Prozent nicht, der Forschungsminister Volker Hauff, und typisch ist er mit dem Acht-Prozent-Vorsprung seiner Erst- vor den Zweitstimmen erst recht nicht.

Wolfgang Ebert: Der Sieger vom 2. November

Wie zieht man sich am besten aus der Affäre, wenn man eine Wahl nicht gewonnen, sondern, grob gesagt, verloren hat, und man dieses Resultat nicht schon wieder dem zu guten oder zu schlechten Wetter, der zu hohen oder zu niedrigen Wahlbeteiligung anlasten möchte? Man sucht nach einer originellen Entschuldigung.

Die Parteien behielten ihr Profil

Die Bundestagswahl hat die Regierungsmehrheit gestärkt. Dies geschah auf Grund recht unterschiedlicher Bewegungen innerhalb der Wählerschaft, die die wählersoziologische Einbindung der Parteien stärker als in den Bundestagswahlen, zuvor veränderten.

USA: Carter im Hintertreffen

Wahlkämpfer und Demoskopen konnten sich bisher stets darauf verlassen: Wenn Gefahr droht und die internationale Lage brenzlig wird, scharen sich die Amerikaner um ihren Präsidenten.

Honeckers Polentrick

Das Regime in Ost-Berlin hat ein merkwürdiges Verständnis von jenem Prinzip der Nichteinmischung, auf das sich Ost und West in der Sicherheitskonferenz von Helsinki geeinigt hatten.

Argentinien: Ein "leiser" Nachfolger

Am vergangenen Freitag bestimmte die regierende Militärjunta der drei Befehlshaber von Heer, Luftwaffe und Marine einstimmig den Wunschkandidaten des amtierenden Staatschefs.

Ende der Entführung

Ein Jagdhüter fand Susanne, 15, und Sabine Kronzucker, 13, und Martin Wächtler, 15, in einem verlassenen Gehöft in der Nähe des toskanischen Dorfes Casole d’Elsa.

Portugal: Ende der Revolution

Die bürgerlich-konservative Alianja Democratica gewann am vergangenen Sonntag zum erstenmal seit 1974 eine eindeutige Parlamentsmehrheit über die sozialistische und kommunistische Links-Opposition.

Aus Kairoer Sicht: Hohn für Hussein

Die gesamte Welt mag verschreckt auf den irakisch-iranischen Krieg und auf das spärlicher fließende Öl starren, die Bürger von Kairo aber bangen um ihren Magen.

Angst vor der braunen Pest

In der Synagoge der Rue Copernic, einer ruhigen Straße des 16. Pariser Bezirks, hatten sich am Vorabend des Sabbat über dreihundert Gläubige versammelt, unter ihnen viele Kinder.

Innere Sicherheit: Mit der Bundeswehr gegen Terroristen?

Das Szenario ist im wesentlichen dem Terroranschlag auf die deutsche Botschaft in Stockholm vom April 1975 entlehnt, aber es ist für die Bundesrepublik entworfen: Terroristen nehmen Geiseln, verschanzen sich mit ihnen in einem Gebäude und verlangen die Freilassung bereits inhaftierter Mitglieder ihrer Bande, außerdem Waffen, Sprengstoff und Geld.

TV-Wahlkampf: Dem Kanzler nicht ganz geheuer

Als Dorothee Bittscheidt-Peters letzten Donnerstag im Fernsehen die Diskussionsrunde der vier Spitzenkandidaten zum Ausklang des Wahlkampfes ansah, war sie "baß erstaunt" und mochte es "gar nicht glauben".

Jüdisches Museum: Das Vorbild steht in Tel Aviv

Museumsreif" nennen wir in bedenklicher Abfälligkeit aus der Mode Gekommenes, Erledigtes, zum Verstauben Bestimmtes. Dieses umgangssprachliche Mißverständnis löste wohl auch den bitter warnenden Kommentar der Welt zum Frankfurter Plan eines Jüdischen Museums aus: Solche Gründung, zumal in Deutschland, kennzeichne das Judentum "als etwas Vergangenes, genauer: als etwas Vernichtetes".

Autobahn Hamburg-Berlin: Kieler Eigentor

Jubel wollte im Kieler Wirtschaftsministerium nicht so recht aufkommen, als das Verwaltungsgericht Schleswig vor einigen Tagen die Klage des Grafen von Bismarck und des Deutschen Rates für Landespflege gegen die geplante Trassenführung der Autobahn Hamburg–Berlin zurückwies.

Kein Geschäft für Puristen

Der Pulverdampf des Wahlkampfes ist verflogen, Das erleichtert es den Politikern und der Öffentlichkeit, einige Probleme wieder in den richtigen Dimensionen zu sehen.

Die Beamten gewannen die Wahl

Klaus Kübler, Vizepräsident des Bundesgesundheitsamtes in Berlin, ist seit dem 5. Oktober an der Bergstraße gewählter Abgeordneter des neuen, nunmehr neunten Deutschen Bundestags.

Scheu wie ein Reh

Die Rechnung sieht nicht gut aus. Bis Ende September waren die Ausgaben für Warenimporte, ausländische Dienstleistungen, Überweisungen von Spargeldern der Gastarbeiter in ihre Heimatländer und andere Übertragungen um gut 23 Milliarden Mark höher als die Einnahmen aus Exportlieferungen und deutsche Dienstleistungen, Zur Finanzierung dieses Defizite mußte die Bundesbank 18 Milliarden Mark aus ihren Devisenreserven bereitstellen.

Bonner Kulisse

Das für Außenstehende eigentlich Reizvolle bei Regierungsneubildungen, die Spekulationen um die Frage, wer wird Minister, wer kommt wieder oder wer bleibt auf der Strecke, fehlt nach diesem jüngsten Bundestagswahlsonntag.

Not macht liberal

Die FDP will, wer mag es ihr verdenken, in der erneuerten Bonner Regierungskoalition "ein Höchstmaß an liberaler Politik" durchsetzen – so ihr Generalsekretär Günter Verheugen.

Kartelle: Japan AG am Pranger

Unter staatlicher Regie hahen japanischeÖlkonzerne die Verbraucher geschröpft Jetzt ist gerichtsnotorisch, woran Ausländer ohnehin nicht mehr gezweifelt haben: Die "Japan AG" existiert tatsächlich.

Lust am eigenen Laden

Der Kanzler sah allenthalben Schlappmänner. "Was relativ selten angetroffen wird in Deutschland, das sind Typen, die etwas Neues im Kopf haben, die ihre ganze Kraft zusammennehmen, ihre eigene Existenz möglicherweise riskieren, um etwas Neues zustande zu bringen", klagte Helmut Schmidt im letzten Jahr dem Spiegel sein Leid: "Was in den Hintergrund getreten ist, ist der dynamische Unternehmer.

Ein Inferno aus Papier

Es fing alles ganz harmlos an. Dante Di Gaetano, alleiniger Eigentümer der Firma Dante’s Construction sowie Chef eines Zimmermanns und zweier Arbeiter sowie stolzer Besitzer eines Kleinlastwagens, schloß im Herbst 1978 einen Kontrakt mit der Regierung der Vereinigten Staaten.

Der Laden läuft

Crone: Das Niveau ist in allen Vergleichen das sehr gute Jahr 1979. Man muß aber immer bedenken, daß 1979 für das Automobilgeschäft ein phantastisches Jahr war.

ZEITRAFFER

Im September sind die Lebenshaltungskosten aller Haushalte der Bundesrepublik um 0,1 Prozentpunkte zurückgegangen. Damit beträgt die Teuerung im Vergleich zum Vorjahr nur 5,1 Prozent.

Gut gepolstert ins zweite Halbjahr

Die Wende ist da. Nach Ermittlungen des Münchner, ifo-lnstituts für Wirtschaftsform schung befindet sich die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland seit dem Sommer.

Rüstungsindustrie im Wartestand

Die japanische Industrie entdeckt die Rüstung. Die Produktion von Waffen und militärischem Gerät spielt – obgleich nicht tabuisiert bisher in der Wirtschaft des Inselreiches eine sehr geringe Rolle, Die Forderung nach Verstärkung der Rüstungswirtschaft wird politisch begründet: Die deutliche Verminderung der amerikanischen Militärpräsenz in Fernost bei gleichzeitigem Ausbau der sowjetischen Basen in Sibirien und Vietnam, die Ausdehnung der nationalen Hoheitsgewässer zu 200-Meilen-Zonen, die wiederholte Ermunterung Peking sowie der permanente Ruf Washingtons nach mehr japanischer Lastenteilung zeigen lang’ sam Wirkung.

Lotterie: Fortuna geht fremd

Der deutsche Leser ist verblüfft. "Do you want to become a millionaire?" liest er während eines Fluges von Paris nach London etwa in internationalen Magazinen wie Newsweek oder Time.

Morgens, wenn der Abend kommt

Trotz vieler Umstellungspannen wird der "Abend" für die Springer-Blätter "Bild" und "BZ" zur ernst zu nehmenden Konkurrenz

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