Mit über 2,5 Milliarden Mark haben sich seit 1973 mehr als 40 000 Bundesbürger an der Suche nach Öl, Erdgas und Uran beteiligt. Sind das gute Finanzanlagen oder nur spekulative Finanzabenteuer?

Der in Hamburg erscheinende „Geld-Report“ zitiert einen amerikanischen Ölexperten: „Es gibt mehr als 50 Möglichkeiten, die Anleger im Ölgeschäft zu betrügen!“ Tatsächlich wundern sich die Amerikaner, mit welcher Sorglosigkeit gut verdienende deutsche Bürger ihr Geld in das risikoreiche Explorationsgeschäft stecken. Aber schon Bernie Cornfeld, Gründer und später Totengräber seiner IOS, hatte einmal gesagt: „Die Deutschen sind am leichtesten auszunehmen!“

Es gibt kaum eine Kapitalanlage, so stellt Wolf gang Stempel, Geschäftsführer der Schimmelpfeng GmbH, fest, bei der die Initiatoren über derart viele Gestaltungs- und Manipulationsmöglichkeiten verfügen wie bei den Explorationsbeteiligungen.

Bei Schimmelpfeng sind alle Explorations-Beteiligungsunternehmen auf Seriosität der Initiatoren und die Angebote auf reelle Gewinnchancen für den Anleger überprüft worden. Das Ergebnis: Einigen gesunden Angeboten stehen viele zweifelhafte Bohrvorhaben gegenüber. In einigen wenigen Fällen besteht sogar der begründete Verdacht, daß Anlegergelder gleich in den Taschen dubioser Geschäftemacher versickern.

Die Beteiligungskonzepte sind steuerlich und juristisch schwer zu durchleuchten, konzeptionelle Schwachstellen ohne neutrale Fachberatung kaum erkennbar. Schimmelpfeng hat folgendes ausgemacht:

  • Bis zu 30 Prozent der Beteiligungssumme verbleiben in der Bundesrepublik und kommen nie bis zum Bohrloch. Überhöhte Vorkosten für Vertriebs-, Konzeptions- und Beratungsvergütungen schmälern die Gewinnchancen.
  • Manche deutsche Initiatoren sind im harten Explorationsgeschäft noch unerfahren. Sie werden von ihren amerikanischen Bohrpartnern mit überhöhten Preisen für Bohrkonzessionen übervorteilt. Sie zahlen Lehrgeld, das die deutschen Anleger bezahlen müssen.
  • Es wird mit gigantischen Reserveschätzungen zweifelhafter Gutachter geworben, die weder der Realität entsprechen noch eine Aussage darüber ermöglichen, wie sich diese geschätzten Reserven letztlich für den Anleger auszahlen.
  • Bei fündigen Bohrungen erhält der deutsche Anleger oftmals einen Ertragsanteil, der – gemessen an seinem Investitionsrisiko – viel zu gering ist.
  • Es werden steuerliche Vorteile versprochen, die sich in vielen Fällen als nicht voll realisierbar herausstellen.

In den USA unterliegen Werbeprospekte der Explorationsgesellschaften einer strikten Aufsicht durch die SEC, der amerikanischen Börsenkontrollbehörde. Nur ganz wenige Prospekte der deutschen Explorations-Fonds entsprechen ihren Vorschriften.