Früher übten die Anfänger ihre krakeligen Schwünge an einsamen Hügeln. Heute tummeln sich an diesen Hügeln Heerscharen. Die erste Fahrt durchs Gewühl bedarf deshalb kundiger Einweisung.

Neue Lauftechniken, immer vollere Pisten und höhere Geschwindigkeiten, steile Buckelhänge und flache Autobahnabfahrten fordern mehr denn je die Erfahrung und das Know-how eines Menschen, der weiß, wie es geht – das Fahren mit den Skiern. Denn der allein gelassene Anfänger gefährdet nur sich und andere. Wer mit dreißig Jahren vom Schreibtisch aus die Liebe zur Piste entdeckt, vertraut sich am besten einem staatlich geprüften Lehrer an.

Ein Skikurs zur rechten Zeit merzt Fehler aus, gibt neuen Schwung – oder erst Mut, und er ist allemal billiger als ein gebrochenes Bein.

Wenn im kommenden Winter Hotels, Liftunternehmen und Restaurants in den weißen Revieren dem Urlauber so tief in die Tasche langen wie nie zuvor, möchten auch Skischulen nicht zurückstehen. Im noblen Schweizer Zermatt zum Beispiel nimmt der Skilehrer für einen Tag Privatunterricht – immer mit Blick auf das Matterhorn natürlich – knapp 150 Mark. Es geht aber auch billiger: Der Sechstage-Kurs mit vier Stunden Unterricht kostet für Erwachsene rund 100 Mark.

Die nach eigenen Angaben größte Skischule der Welt, die von Sport-Scheck in München, offeriert mit 1200 angestellten Skilehrern Kurse für Anfänger – und für jeden Geldbeutel. Pauschalangebote mit Inklusivpreisen für Kurs, Liftkosten und Halbpension im Hotel hat jeder Veranstalter in seinem Programm.

Denn die Zahl der Skiläufer, die ihr Können aufpolieren wollen, steigt ständig, sie wird für diesen Winter allein in deutschen Pistengebieten auf eine runde halbe Million geschätzt.

Weil wie in der normalen Schulklasse immer mehr Schüler immer weniger lernen, sollte im Skikurs die Teilnehmerzahl begrenzt sein. Ein Kurs mit mehr als zwölf Ski-Azubis sollte nicht akzeptiert werden. Und nicht jeder, der braungebrannt mit dem sportlichen Pullover die Hänge hinabwedelt (siehe nebenstehenden Artikel), darf sich Skilehrer nennen. „Staatlich geprüft“ sollte der Instruktor auf den schmalen Brettern schon sein.