Der Zentralbankrat hat die Quote, um welch die ^Geldmengen orshsjshd gegenüber dier senn Jahr gennosen Die montikank deshalb zu ^tadeln – oder auch zu loben – ware verfrunt. ^Denn die Enterich the billardern in Frankfurt durches berit sind eine flexible Geldpolitik zu praktizieren. Voh allen Instrumenten der Bundesbank zur Verteidigung des Geldwerts ist die Geldmengenpolitik am schwersten begreiflich zu machen. Trotzdem hat der Zentralbankrat jetzt zum siebten mal ein Geldmengenziel öffentlich verkündet. Danach soll die Zentralbankgeldmenge (diese, komplizierte Meßgröße bleibe hier unerörtert) vom vierten Quartal 1980 bis zum vierten Quartal 1981 um vier mindestens und höchstens sieben Prozent steigen. Das ist weniger als im laufenden Jahr, für das als Ziel fünf bis acht Prozent gegeben waren.

Die Verbände der Banken, Sparkassen und der Industrie klatschten Beifall und lobten das Stabilitätsbewußtsein der Bundesbank. Nur die Gewerkschaften haben in diesen Chor nicht mit eingestimmt. Sie argwöhnen wohl, daß der Geldmantel für das nächste Jahr zu klein geschneidert wird, als daß sich die angepeilten Lohnsteigerungen darin unterbringen ließen. Dabei ist weder das vorzeitige Lob noch der mühsam unterdrückte Tadel zu rechtfertigen. So etwas Definitives ist nämlich das Geldmengenziel gar nicht.

Was soll dann das Ganze? Die Bundesbank, die allein die Geldmaschine bedient, will nicht zuviel und nicht zuwenig Geld in die Wirtschaft pumpen. Allen geht es dann am besten, wenn die Preise stabil bleiben und möglichst alle Arbeitswilligen Beschäftigung finden. Wenn das Preisniveau stabil bleiben soll, dann muß die Wirtschaftspolitik dafür sorgen, daß die Ansprüche nicht größer sind als das produzierbare Angebot. Vollbeschäftigung und Wachstum aber setzen voraus, daß die Ansprüche nicht geringer sind als das produzierbare Angebot.

Das war eigentlich schon immer so. Trotzdem sind die Wirtschaftspolitiker in den, fünfziger und sechziger Jahren ohne Geldmengenziel ausgekommen. Solange ein Land mit hohen Wachstumssprüngen rechnen kann, sind auch Irrtümer nicht tragisch. Selbst wenn die Bundesbank damals gelegentlich zu stark auf die Bremse getreten hat, gab es nicht gleich Massenarbeitslosigkeit, weil ausdehnbare Kapazitäten ein Krisenpuffer waren. Aber auch wenn einmal zu kräftig angekurbelt wurde, ging aus denselben Gründen ^nicht gleich alles in die Prise keiten ^der ersten beiden Nachkriegsjahrzehnte ist in unseren Tagen ein schmaler Pfad geworden noch mäßig. Steigt die Nachfrage zu schnell, heißt die Strafe Inflation; bleibt sie hinter den Angebotsmöglichkeiten zurück, ist Arbeitslosigkeit die Sanktion. Da auch hohe Inflationsraten Arbeitslose erzeugen, gerät die Wirtschaft bei jedem Abweichen vom schmalen Pfad in eine krisenhafte Lage.

Regierung und Bundesbank wollen sich deshalb seit Ende 1974 Klarheit darüber verschaffen, wieviel mehr an Geld sie in die Wirtschaft pumpen können, ohne diesen schmalen Pfad zu verlassen. Mit der Vorgabe eines Geldmengenziels kann Ruhe in die Wirtschaftspolitik kommen. Der Wirtschaft sollen die Wechselbäder erspart werden, die ihr die Bundesbank verordnet, wenn sie einmal, anheizt, ein andermal abkühlt. Doch nur die Jünger von Professor Milton Friedman aus Chicago, die Monetaristen, glauben, daß auf andere wirtschaftspolitische Eingriffe verzichtet werden kann, wenn nur die Geldmenge richtig dosiert wird. Das monetaristische Rezept heißt denn auch schlicht: Das Geldmengenziel öffentlich vorgeben und dafür sorgen, daß es eingehalten wird.

Die praktische Erfahrung hat den Professor aus Chicago jedoch widerlegt. Nur weil sich die Bundesbank bisher. nicht an die Rezepte der, Monetaristen hielt, entging sie der Gefahr, melden zu müssen: „Operation Geldmenge geglückt, Konjunktur tot.“ Im Interesse Wirtschaftspolitik. scher Flexibilität nahm, sie das Eingeständnis in Kauf, das Geldmengenziel verfehlt zu haben. Sie hat es zwei Jahre lang hingenommen, daß der von ihr verkündete Geldrahmen, in dem sich Unternehmer, Gewerkschaften, private Haushalte und der Staat gefahrlos tummeln durften, von der Wirtschaftspolitik, auch ihrer eigenen, über den Haufen geworfen wurde.

Es ist schwer zu begreifen, warum ein Ziel, das nicht eingehalten wird, ernst genommen werden soll. Um solche Mißverständnisse klein, die wirtschaftspolitische. Flexibilität aber groß zu halten, sollte sich die Bundesbank nicht scheuen, das Geldmengenziel im Laufe des Jahres auch minimal zu ändern. Das müßte sie dann tun, wenn sich herausstellt, daß die für die Zielsetzung maßgebende Ausgangslage im Laufe des Jahres durch die tatsächliche Entwicklung widerlegt wird.

Rudolf Herlt