Von Karin Struck In den letzten Wochen habe ich die Erzählungen Katherine Mansfields neu lieben gelernt. Hier habe ich sie nun ganz, all diese in Poesie erstarrte Erfahrung, beinahe eingesargt, so wie man eben von toten Dichtern Abgeschlossenes gesammelt präsentieren kann –

Katherine Mansfield: „Sämtliche Erzählungen“, herausgegeben und mit einem biographischen Essay von Elisabeth Schnack; Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1980; 992 S., 68,– DM.

Ich bin hineingegangen in diese Arbeiten, konnte mich satt sehen, satt riechen, hören, tasten, schmecken, konnte untertauchen, in eine vielfältige, oft unbekannte Welt.

Parallel las ich wieder –

Katherine Mansfield: „Tagebuch“, vollständige Ausgabe; herausgegeben und aus dem Englischen von Max A. Schwendimann; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1975; 380 S., 36,– DM.