Urlauber, die alljährlich mit eigenen Skiern in die Winterferien fliegen oder mit der Bahn fahren, werden mit den Beförderungsbestimmungen der Verkehrsunternehmen vertraut sein. Für all jene, die zum erstenmal mit dem sperrigen Gepäck auf die Reise gehen, nachstehend die Richtlinien von Bundesbahn und Fluggesellschaften.

Die IATA-Unternehmen haben eine einheitliche Regelung. Bei der skandinavischen Airline SAS beispielsweise wird die Skiausrüstung in die Freigepäckgrenze von 20 Kilogramm (Economy) oder 30 Kilogramm (First class) eingeschlossen. Wer mit seiner winterlichen Last dieses Limit überschreitet, zahlt einen Spezialpreis von lediglich zwei Kilo Übergepäck.

Gleich mehrere Möglichkeiten bietet die Bundesbahn den Urlaubern, die ihre Bretter mit in den Ferienort nehmen wollen. Sie können zum Beispiel am Gepäckschalter für 5,50 Mark (vom 15. Januar an für 7 Mark). aufgegeben werden. Dieser Preis gilt allerdings nur für innerdeutsche Fahrten, bei Auslandsreisen wird der Tarif für die Gepäckkarte nach den gefahrenen Kilometern errechnet. Eine weitere, wenn auch etwas unbequeme Möglichkeit wäre, die Skier im Gepäcknetz des Abteils unterzubringen. Das ist zwar kostenlos, dürfte jedoch angesichts des „normalen“ Reisegepäcks etwas eng werden.

Züge, die speziell zu Fahrten in die Wintersportorte eingesetzt werden, haben nach Auskunft der Bundesbahn – zumindest in den meisten Fällen – Skihalterungen im ‚Gang angebracht. Falls diese entweder belegt oder gar nicht vorhanden sind, kann der Reisende seine Ausrüstung kostenlos in den Gepäckwagen stellen lassen.

Reiseveranstalter, die sich auf Wintersportreisen spezialisiert haben, wie beispielsweise Sport-Scheck in München, gestatten ihren Kunden neben zwei Gepäckstücken (pro Teil nicht schwerer als 32 Kilogramm) ein zusätzliches Freigepäck, das jedoch die Ausmaße von 115 Zentimetern nicht überschreiten darf.

Wer mit dem Auto in den Wintersport fährt, sollte daran denken, die zumeist sehr kostspieligen Skier auf dem Dachgepäckträger mit eigens dafür hergestellten Spezialsäcken zu verhüllen, damit sie nicht schon vor der ersten Abfahrt Schaden nehmen.

Brigitte Wolter