Wie jedes Jahr wird der arbeitende Mensch in den noch druckfrischen 1981-Kalendern blättern und nach günstig liegenden Feiertagen stöbern, die sich, angereichert mit eigenen Urlaubstagen, zu respektablen Kurzferien ausbauen lassen. Wir wollen diese Sache erleichtern helfen.

Zunächst verabschiedet sich das alte Jahr noch höchst erfreulich. Wer bereits am 24. Dezember frei hat, kommt zusammen mit den beiden Feiertagen und dem anschließenden Wochenende auf ganze fünf erholsame Tage. Wem’s nicht reicht, der kann – mit drei Tagen vom Jahresurlaub – auch noch die Silvesterwoche „blaumachen“. Das ergibt dann zwölf arbeitsfreie Tage, von denen lediglich drei vom eigenen Urlaub genommen werden müssen.

Bayern und Baden-Württemberger können das Ferien-Puzzle sogar noch weiterbauen: Hier ist der 6. Januar, der Dreikönigstag, gesetzlicher Feiertag. Wer den Montag vom Jahresurlaub dazunimmt, muß erst am Mittwoch wieder arbeiten.

Die nächste Gelegenheit, feiertägliche Ferien einzulegen, gibt’s dann erst wieder im April: Die beiden Ostertage, zusammen mit Karfreitag und Samstag, ergeben einen viertägigen Kurzurlaub.

Der 1. Mai, bundesweit gesetzlicher Feiertag, ist im nächsten Jahr – glücklicherweise – ein Freitag, was wiederum ein verlängertes Wochenende ausmacht. Himmelfahrt, am 28. Mai, wie immer ein Donnerstag, verlockt ebenfalls zu Kurzferien, lediglich der folgende Freitag geht vom Jahresurlaub verloren. Und Pfingsten, am 7. und 8. Juni, ließe sich mit vier Jahresurlaubstagen zu einer ganzen Woche Freizeit ausbauen.

Der nächste Termin für Urlaubsfreunde ist Mittwoch, der 17. Juni. Noch besser haben es die Bundesländer, in denen auch der 18. Juni – Fronleichnam – ein Feiertag ist. Während des Sommers tritt freilich eine feiertägliche Dürreperiode ein. Erst im November 1981 wird der Kalender wieder interessant, und zwar wegen des Buß- und Bettages am 18. 11., der bis auf katholische Bayern-Gebiete bundesweit frei ist. Mit zwei Tagen vom Jahresurlaub kann man wieder einmal eine fünftägige Verschnaufpause einlegen.

Weihnachten 1981 liegt bedauerlicherweise ungünstig, lediglich der 1. Feiertag, ein Freitag, verkürzt die Arbeitswoche. Wer hier längere Ferien machen will, muß schon vier Tage vom kostbaren Jahresurlaub investieren. – Aber immer noch besser, als würden Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.

Brigitte Wolter