Die Universität von Kalifornien hat den Pharmakonzern Hoffmann La Roche und. eine amerikanische Firma für Biotechnik verklagt. Gegenstand des Streits: der Besitz von Genen. Diese bestimmten Gene veranlassenBakterien, in die sie hineinpraktiziert werden, die begehrte Substanz Interferon herzustellen, die Viren erfolgreich zu bekämpfen vermag. Die Interferon-Produktion verspricht Milliardengewinne, und daran möchte die kalifornische Universität teilhaben. Denn, so ihre Klage, alles begann mit Krebszellen eines sterbenden Patienten, die zwei Forscher der Universität in einer Kultur gezüchtet, hatten. Ein Teil der Zellen gelangte an das US-Krebsforschungsipsticut, wo ein Genetiker entdeckte, daß die Zellen Interferon enthielten. Dies brachte, ihn auf die Idee, die Zellen einem, auf Interferon spezialisierten Kollegen zu schicken, der für Hoffmann La Roche arbeitet. Dieser nun konnte mit einigen Manipulationen an der Kultur eine enorme Interferon-Produktion provozieren.-Mit den dafür verantwortlichen Genen, so erkannte die Bio-Firma Gentech, lassen sich Bakterien zu Interferonfabriken umfunktionieren, die nun für Hoffmann La Roche tätig sind; Aber, alles hatte nun mal an der Universität von Kalifornien mit den Zellen des todkranken Mannes begonnen. V. G.