DIE ZEIT

Schach nun auch dem Scha(c)h

Der Christbaum vor dem Weißen Haus stand auch am letzten Adventssonntag in Dunkel gehüllt. Hätten die Lichter gebrannt, wäre dies das Signal gewesen, daß die Ankunft der zweiundfünfzig Geiseln aus Persien nicht mehr fern ist.

Konservativer Pragmatiker

Haig war fünf Jahre lang Oberbefehlshaber der Nato. Zuvor diente er als Stabschef im Weißen Haus – er war der Mann, der Nixon mit letzter Loyalität ("he is as guilty as hell") durch die Watergate-Affäre hindurchzubringen suchte, am Ende freilich auch derjenige, der ihn respektvoll, doch unerbittlich aus dem Amte drängte.

Zeitspiegel

Die Stimme der DDR leidet mit Axel Springer. Der DDR-Sender zitierte aus Ben Witters Interview mit dem Hamburger Verleger in der ZEIT einige Passagen über dessen Verhältnis zur Bild-Zeitung.

Rüstungsexport: Geschäfte mit doppelter Moral

Selten hat ein so kleines Geschäft so großen Ärger gemacht wie der Versuch der Bundesregierung, still und leise zwei U-Boote von der Kieler Howaldts-Werft für 300 Millionen Mark an Chile zu verschachern.

Themendebatte in der Union: Softeis für die Wähler

Einen Augenblick lang sah es so aus, als ob die Union wieder zu ihrer traditionellen Lieblingsbeschäftigung zurückkehren wollte – zur Diskussion über die "Formation" (eine beschönigende Chiffre für das Konzept einer bundesweiten CSU), unterlegt mit Personalquerelen und begleitet von diffusen Auseinandersetzungen um den politischen Kurs.

Streit um den Bundeshaushalt: Nicht an der eigenen Zukunft sparen

Die Bonner Haushaltskürzungen machen auch vor dem Forschungsetat nicht halt. Rand 700 Millionen Mark sollen wegfallen. Professor Reimar Lüst, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, warnt vor rabiatem Streichen: Wir schneiden uns damit ins eigene Fleisch.

Zum Tode des ehemaligen Regierungssprechers: Keine Angst vorm Risiko

Es muß Mitte der fünfziger Jahre gewesen sein, auf einer Redaktionskonferenz der Welt. Conrad Ahlers, außenpolitischer Redakteur und ehemaliger Fallschirmjäger, war wieder einmal über ungesichertem Gelände abgesprungen, hatte Thesen verkündet, die anderen reichlich verwegen schienen.

Der Kanzler im Bundesrat: Ende des Stellungskrieges?

Das Haus, aus dem die Kanzler kommen, hat man den Bundesrat einmal genannt. Das war als Ausdruck der Hochachtung gemeint. Nur stimmte es allenfalls bedingt, denn so groß ist der Anteil der Kanzler nun wirklich nicht, die sich ihre politischen Sporen im Seitenflügel des Bundeshauses verdient haben, in dem die Ländervertretung residiert.

Ein Kampf ohne Sieger

Von oben gesehen bilden mehrere Gebäude des Maze-Gefängnisses in Belfast die Form eines "H". Dieser Buchstabe ist. jedem Iren geläufig; er steht entweder für britische Unterdrückung oder für Sicherheit vor ein paar hundert Terroristen.

NAMEN UND NACHRICHTEN

Die .israelische Arbeiterpartei hat ihren Vorsitzenden Shimon Peres als Spitzenkandidat für die Parlamentswahlen 1981 nominiert, Nach Meinungsumfragen hat Peres gute Aussichten, Menachem’Begin als Ministerpräsident abzulösen.

Kuba: Ehrgeizige Ziele

Der maximo hier verkündete für den, neuen Fünf jahresplan (1980–1985) ehrgeizige Ziele: Wirtschaftswachstum um fünf Prozent und Steigerung der Investitionen auf 15 bis 20 Prozent pro Jahr; größere Zuckerproduktion und – für die 1780 Delegierten besonders interessant – Zunahme des persönlichen.

Nordafrika: Entscheidung im Tschad

Seit fünfzehn Jahren wurde der Tschad immer wieder von aufständischen Rebellengruppen unsicher gemacht. Mit Hilfe französischer Truppen gelang es mehrfach, eine Stabilisierung der Lage herbeizuführen.

DDR: Widersprüchliches zur Entspannung

Während Bundesaußenminister Genscher als erster westlicher Politiker nach der Krise in Polen in ein Land des Warschauer Paktes reiste und sich in Prag für die Fortsetzung der Entspannungspolitik einsetzte, kamen aus Ost-Berlin einander widersprechende Stellungnahmen zur Deutschlandpolitik.

China: Verteilte Rollen

Schon die Anklageschrift brachte es ans Licht. Dutzende von Opfern der sogenannten aufgeführt, de" wurden namentlich aufgeführt, unter, ihnen die drei starken Männer des nachmaoistischen China: Vizevorsitzender Deng Xiaoping, Ministerpräsident Zhao Ziyang und Partei-Generalsekretär Hu Yaobang.

Die Kommunistische Internationale

Die Kommunistische Internationale, bekannt unter dem Namen Komintern oder Dritte Internationale, wurde im März 1919 von Vertretern kommunistischer Parteien in Moskau gegründet.

Berliner Spitzen

"Inzwischen hat meine tägliche Kolumne im Tagesspiegel ihr Silbernes Jubiläum hinter sich", schreibt Günter Matthes, Lokalchef des Berliner Tagesspiegel in seinem Vorwort zu "Berliner Spitzen Nr.

Internationale Verwicklungen

"Ja, wenn die Adresse wenigstens gestimmt hätte. Die Hausnummer gab es in der Straße gar nicht. Die Fahrgäste irgendwo loszuwerden, war ziemlich schwierig.

Beweis des Euklid

Angenommen also, es gäbe genau n Primzahlen, wobei n eine (vielleicht sehr große) endliche Zahl bezeichne. Dann ließen sich sämtliche Primzahlen in dieser Form auflisten: pl, p2, p3,.

Und sie kaufen doch...

Obwohl der Einzelhandel jammert: Die Deutschen wollen ihren Lebensstandard halten

Kluncker contra Rau

Hoffentlich wußten Ministerpräsident Johannes Rau und sein Düsseldorfer Kabinett, worauf, sie sich eingelassen haben, als sie vorschlugen, den Beamten und Angestellten des Staates ein "Sonderopfer" aufzuerlegen.

Aufsichtsrat: Achtung Risiko

Bankier Hans-Hermann Münchmeyer soll als ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der pleite gegangenen Lenz-Bau AG, Hamburg, für einen Kredit haften, den auf einstimmigen Beschluß des Aufsichtsrates der damalige Großaktionär Lewston in England erhalten hat.

Kampf um ein Stahlwerk: Im Aufwind

Die Unternehmenspolitik des deutsch-holländischen Stahlkonzerns Estel ist zur Sache einer ganzen Stadt geworden. Dortmund drängt zu einer Entscheidung über den Bau eines neuen Stahlwerks auf der Westfalenhütte.

Bonner Kulisse

Die wirtschaftspolitische Zukunft der nächsten vier Jahre sieht der engagierte Ost-Händler Otto Wolff von Amerongen kurz vor der Jahreswende als einen "sehr grauen Alltag".

Landwirtschaft: Guter Einfall

Ganz zu Unrecht stößt eine gute Idee in der Öffentlichkeit häufig allein deshalb auf strikte Ablehnung, weil sie aus der vermeintlich "falschen Ecke" kommt.

Kfz-Versicherung: Nicht gerecht

Die Statistik weist viel nach, so auch, daß Beamte, Bauern und Leute in Regionen mit niedrigem Verkehrsaufkommen vorsichtiger als andere fahren, weniger Unfälle bauen, also auch geringere Versicherungsprämien zahlen.

Chefsache

Das Gezänk ist von der unreifen Art, die, zum wachsenden Verdruß der Öffentlichkeit, immer mehr von den Hinterhöfen in die Parlamente übergegriffen hat: Die Kontrahenten beschuldigen sich gegenseitig des gleichen Delikts und rechnen gleiche Fehler gegeneinander auf – Schmuddelkinder unter Sich; Kurt Biedenkopf zeigt auf Johannes Rau, Ernst Albrecht auf Hans Matthöfer, Matthöfer auf Leisler Kiep, Gerhard Stoltenberg auf Helmut Schmidt und Schmidt auf Stoltenberg: Seht her, wieviel Schulden sie machen.

Europa-Parlament: Zwei-Klassen-Recht in Straßburg

Die Sache war ganz geheim – so geheim, daß der italienische Abgeordnete Marco Panella von der radikalen Partei sich fragte, wie denn das Plenum des Europa-Parlaments unter solchen Umständen das Dokument überhaupt hätte behandeln können.

Niederlande: Unehrlich währt am längsten

Du sollst nicht stehlen!" gehört zu den Zehn Geboten aller Kulturen. Die Wegnahme fremder Sachen ist obendrein überall dort eine strafbare Handlung, wo der Mensch den Begriff des persönlichen Eigentums kennt.

Israel: Geschäft mit dem Frieden

Der Rückzug aus dem Sinai fällt den Israelis nicht nur schwer – er wird auch teuer. Sie müssen nicht nur Ersatz für die verlorenen Flughäfen und Stützpunkte schaffen, nicht nur auf die Ausbeute der während der Besetzung erschlossenen Rohstoffvorkommen und Ölquellen verzichten, sondern auch die Siedler entschädigen, die mit den Truppen den Rückzug antreten müssen.

Börsen-Report: Bücher schon geschlossen

Die Börsianer haben resigniert. In den letzten Tagen vor dem Jahresschluß erwarten sie lediglich noch Langeweile. Von der sonst am Ultimo spürbaren Hektik ist diesmal keine Spur.

MANAGER UND MÄRKTE

Journalisten, wer sonst, haben sie gewählt. Fünfmal kürte die Redaktion der Wirtschaftswoche Mitte der siebziger Jahre einen Unternehmenschef zum "Manager des Jahres", Jahr für Jahr bittet seit 1974 das in München erscheinende Industriemagazin Wirtschaftsjournalisten zur Stimmabgabe.

Expansion durch Qualität

Wiegandt: Wir werden Ende des Jahres einen Umsatz von rund 5,9 Milliarden Mark erreichen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund 23 Prozent.

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