Schnellverfahren: Damit Gemütlichwedler, die es vorziehen, beschaulich durch den Schnee zu schwingen, vor hektischen Pistenrennfahrern sicher sind, hat Saalbach/Hinterglemm für Raser im Geschwindigkeitsrausch eine eigene, 500 Meter lange Rennstrecke – angelegt. Wisbi – was heißen soll „Wie schnell bin ich?“ – nennt sich die Einrichtung: Während der Schußfahrt nämlich wird die Zeit genommen. Den Flinken winken als Trophäe Bronze-, Silber- und Goldmedaillen. Auskunft: Fremdenverkehrsverband, A-5753 Saalbach/Hinterglemm.

Schleuderkurs: Geschickt die Kurve kriegen muß, wer beim kombinierten Ski-Autowettbewerb im französischen Wintersportort Chamrousse mithalten will. Da genügt es nicht, geschmeidig und geschwind Slalomstangen auf Skiern zu umschwingen, da muß zusätzlich auf eisiger Piste ein Auto zügig durch einen Slalomrundkurs gesteuert werden. Die Kurvenkünstler wetteifern vom 11. bis 25. April. Auskunft: Reisebüro Omnibuszentrale, Kaiserstraße 9, 7410 Reutlingen.

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Wegweisend: Sportlich zeigen sich die Gemeinde- und Stadträte im Skidorf Radstadt im Salzburger Land. Beim Gästeskirennen jeden Freitag schwingen sie den Winterurlaubern was vor, wenn sie als erste Läufer beim Riesenslalom antreten.

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Besenrein: Hundert Jahre ist es her, daß auf dem europäischen Kontinent zum erstenmal Curling gespielt wurde. Das war in St. Moritz. Die Oberengadiner Wintersportgemeinde läßt es sich nun nicht nehmen, dieses Jahrhundertereignis gebührend zu feiern. Vom 23. bis 25. Januar wird auf dem zugefrorenen St. Moritzer See ein Curlingturnier veranstaltet, das, so die Pressemitteilung, „einmalige Dimensionen“ aufweist: 100 Teams mit 400 Curlern aus über 10 Nationen tragen auf 50 Feldern mit 800 Steinen und 400 Besen das große Jubiläumsspiel aus.

Telespur: Nur einfach so eine Loipe durch die Landschaft zu ziehen, scheint wohl wenig originell. Im Priental folgt man deshalb fernsehbekannten Spuren – denen des Müllner Peter aus Sachrang, der vor knapp zwei Jahren den Fernsehzuschauern in einer „Chronik aus den Bergen“ vorgestellt wurde. Die Doppelspurloipe verläuft zwischen Aschau und Sachrang. Ge-ski-chtlich: Wie wichtig den Österreichern doch das Skifahren ist, das zeigt sich schon daran, daß der weiße Sport und seine Geschichte sogar zu Museumsehren gekommen sind. Aus den grauen Urzeiten des Skilaufens erzählt zum Beispiel eine Ausstellung im Kitzbüheler Heimatmuseum. Auch Mürzzuschlag in der Steiermark und Lilienfeld in Niederösterreich haben in ihren Heimatmuseen dem Ski den gebührenden Platz eingeräumt. Neuestes Mekka für Skinostalgiker wird ab 31. Januar St. Anton sein, wenn dort im Arlberg-Kandahar-Haus das jüngste Skimuseum eröffnet wird. Die Exponate befassen sich mit der Skientwicklung und mit den Skigrößen der Region – Karl Schranz allen voran.