Auf Seite 1 der ZEIT wurde er angekündigt: „Tratschke fragt: ‚Wer war’s?‘ – Ein neues Denkspiel über Geschichte und Geschichten.“ Und im Modernen Leben wurde er dem Leser vorgestellt als einer, „der die Dame Klio in der Staatsrobe wie, pardon, im Negligé kennt“, der „Ihnen Vergnügen bereiten soll, Sie vielleicht ein bißchen schockiert und jedenfalls zum Nachdenken anregt...“

Seiner ersten Frage, vom 7. Januar 1966 (nach einer berühmten Frau eines berühmten Mannes, Mutter einer noch berühmteren Tochter, die sich aus Furcht, lebendig begraben zu werden, in einem Alkoholbecken beisetzen ließ, in das zehn Jahre später auch ihr Mann gelegt wurde), folgten einige Hunderte. Und noch immer macht sein (inzwischen vielfach plagiiertes) „Wer war’s?“ Leser derart neugierig, daß sie manchmal von weither telephonieren, um auf die Antwort nicht warten zu müssen.

Die meisten Fragen (und Antworten) erschienen in Büchern: Fünf kleine Tratschke-Bändchen (bei Hoffmann & Campe) in mehr als 100 000 Exemplaren, ein großformatiger Prachtband mit Lithographien von Brandi, Morell und Supper (im Albrecht Knaus Verlag) und zuletzt, mit 125 Rätselfragen, „Der Goldene Tratschke“ (304 S., 24,– DM) bei Hoffmann & Campe.