Bis zur nächsten Ölpreisrunde liegen erst einmal die neuen Preise auf dem Tisch: Mit 41 Dollar je Barrel (159 Liter) Rohöl verlangt der Wüstenstaat Libyen den bisher höchsten Preis für den kostbaren Stoff. Knapp darunter liegen Ägypten mit 40,50 Dollar für beste Ölqualität und Nigeria mit 40 Dollar. Aus Venezuela stammendes Öl wird 38 Dollar Kosten, und Indonesien verkauft seine gängigste Sorte künftig für 35 Dollar. Saudi-Arabien bleibt mit 32 Dollar pro Barrel weiterhin bei seiner moderaten Preispolitik. Ein Ende der Preisspirale ist damit allerdings nicht abzusehen – Pessimisten erwarten, daß die wichtigsten Ölförderländer noch im ersten Halbjahr 1981 erneut daran drehen werden.

Um knapp zwei Prozent auf 75 Milliarden Kilowattstunden ist der Kernenergie-Anteil an der Stromproduktion in der Europäischen Gemeinschaft im vergangenen Jahr gestiegen. Damit kamen nach Angaben der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke rund zwölf Prozent der Nettostromerzeugung aus Atomkraftwerken.

Der Preisauftrieb hat sich zum Jahresende beschleunigt: Die Lebenshaltungskosten in der Bundesrepublik lagen im Dezember um 5,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Allein im Dezember sind die Preise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gestiegen, errechnete das Statistische Bundesamt.

Seit Jahresbeginn langen die österreichischen Staatsunternehmen kräftig in die Taschen ihrer Bürger. Um rund fünfzehn Prozent haben die Bundesbahnen ihre Tarife für Personen- und Gütertransporte angehoben, Telephonieren und Fernschreiben sind ebenfalls teurer geworden. Den seit 1. Januar geltenden höheren Mehrwertsteuersatz für Heizöl und Strom werden Privathaushalte vor allem bei der nächsten Heizkosten-Abrechnung zu spüren bekommen.

Rund 48 Millionen Passagiere wurden im vergangenen Jahr auf deutschen Flughäfen abgefertigt – etwa 700 000 weniger als 1979. Für 1981 erhofft die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen wieder ein Steigen der Fluggastzahlen.

Rückblick hielt auch der Verband der Deutschen Schiffbauindustrie, der feststellte, daß die Werften im vergangenen Jahr 118 Schiffsneubauten mit 380 000 Bruttoregistertonnen ablieferten. Im Vergleich zu 1979 ist die Produktion um rund zehn Prozent gesunken. Ho