Politik

Napoleon hält es mit der Disziplin

F, i "Deinem Namensvetter hat er viel gei niejnsam: Jose Napoleon Duarte, der neue Staatspräsident von El Salvador, ist klein, untersetzt und dunkelhäutig.

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DIE ZEIT

Leere Taschen, leere Hände

Die bösen Weissagungen jagten sich schon seit Wochen. Hieß es erst, das Ergebnis aller wirtschaftlichen Anstrengungen in der Bundesrepublik – das sogenannte Sozialprodukt – werde in diesem Jahr wenigstens noch geringfügig über dem Resultat des vergangenen Jahres liegen, so rechneten Fachleute und Politiker zur Jahreswende bereits mit einem Nullwachstum.

Reagan zeigt Flagge

Politik ist mehr als die Kunst, Wahlen zu gewinnen, auch in Amerika. In dem Augenblick, in dem der Politiker seinen Amtseid leistet, wird er zum Staatsmann.

Mithörer und Mittäter

Nichts, was sich nicht jeder hätte denken können, ist durch die Veröffentlichung des Tonbandmitschnitts eines Ferngesprächs zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Wissenschaftssenator Peter Glotz im Berliner Abend bekannt geworden.

Berlin: Pleiten und kein Ende

Es war einmal ein amerikanischer Präsident, der krönte seinen Besuch in Berlin mit dem Ausspruch: "Ich bin ein Berliner ..." Berliner sein hieß damals: tapfer sein, Solidarität üben, die Freiheit höher stellen als alles andere.

Gerd Bucerius zu Fragen der ZEIT: Verbindung mit Gruner + Jahr

Um die Zukunft der ZEIT dauerhaft zu sichern, scheint mir eine Verbindung mit einem großen Verlag notwendig. Ich habe deshalb 1980 eine Anfrage an das Bundeskartellamt in Berlin gerichtet, wie eine Beteiligung von Gruner + Jahr an dem Zeitverlag Gerd Bucerius KG beurteilt werden würde.

Wolf gang Ebert: Brüderliche Hilfe

Nachdem der Berliner Senat mit einem legal abgehörten Knall in eine arabische Baugrube gestürzt und dort den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde, herrschte beim Export-Schmierdienst Hochbetrieb, Nun wollten die Saudis von uns auch noch ein paar Leoparden haben.

SPD-Krise: Wider Filz und Frust

Alle reden von Berlin, viele von Hamburg – über Bremen aber redet derweil nur einer: Hans Koschnick selber, mit 16 Bürgermeister-Jahren an der Spitze der Hansestadt inzwischen dienstältester Landeschef der Bundesrepublik.

Stühlerücken an Deck der "Titanic"

Am Morgen war noch Garski-Ausverkauf. Ein Auktionator versteigerte Büroeinrichtungen und Möbel des gescheiterten und geflohenen Architekten, der angeblich in einem Bungalow auf den Bahamas sitzt, mit seiner Freundin und früheren Sekretärin.

Frankreich: Alter Ehrgeiz

Als Antwort auf das Debakel im Tschad hat Frankreich seine militärische Präsenz im Herzen Afrikas verstärkt. Vor allem in der Zentralafrikanischen Republik ist durch die Stationierung von annähernd 1400 französischen Soldaten ein wichtiger Stützpunkt für künftige militärische Interventionen entstanden.

Walesa: Vom Papst ins Gebet genommen

Vom Papst in jedem Sinne "ins Gebet genommen", also beschwichtigt wie bestärkt, hat Polens Volkstribun Lech Walesa bei seinem Rombesuch begonnen, das delikate Dreiecksverhältnis Gewerkschaft-Kirche-Staatspartei ins Gleichgewicht zu bringen.

Ronald Reagan: "Eine Ära der Genesung"

Wenn wir nach der Antwort suchen, warum wir in so vielen Jahren so viel erreichten, Fortschritte wie kein anderes Volk der Erde machten, dann lag es daran, weil wir in diesem Land die Energie und den individuellen Genius des Menschen in einem größeren Maß freiließen, als es je geschehen war.

Heikle Demonstrationen

Als sich die Koalitionspolitiker in die Weihnachtsferien verliefen, da war die Hoffnung groß, im Januar werde sich vielleicht auf wunderbare Weise vieles zum Besseren gewendet haben, einfach dadurch auch, daß man sich eine Zeitlang aus den Augen gekommen sei.

Nordirland: Neue Unruhen

Fast täglich sterben wieder Menschen in der Provinz Nordirland, und ein Anschlag der Irisch-Republikanischen Armee auf einen Militärflughafen westlich von London konnte nur im letzten Augenblick verhindert werden.

"Gewichtige Mißstände"

Die "Bild-Zeitung" hat vor dem Bundesgerichtshof eine Schlappe erlitten: Der Schriftsteller Günter Wallraff durfte Mißstände in der "Bild"-Redaktion kritisieren, obwohl er die Informationen nur durch einen Vertrauensbruch erlangt hatte.

Gruhl verläßt die Grünen

Herbert Gruhl hat seinen Austritt aus der Bundespartei "Die Grünen" erklärt, die er 1979 mitbegründete. Gruhl ist Gegner einer mehr ökonomisch als ökologisch ausgerichteten Umweltschutzpolitik.

Nachtflug in die Freiheit

Die 400 militanten Studenten, die am 4. November 1979 die amerikanische Botschaft erstürmten, taten dies, um den damaligen Ministerpräsidenten Mehdi Bazargan zu stürzen.

Das Milliarden-Omelette

Amerikanische Bankiers reagieren heute noch mit Ironie, wenn man sie an die Vorwürfe ihrer europäischen Partner vom vergangenen Jahr erinnert: Rücksichtslos hätten die Amerikaner ihren Anteil an den Schah-Krediten von den bei ihnen eingefrorenen iranischen Konten abgesetzt und die Europäer gezwungen, den restlichen Geldern wie geprellte Pfandleiher nachzulaufen.

Joseph Wirth: Verschwiegener Unbequemer

Aus dem Abstand nun schon eines Vierteljahrhunderts mag es seltsam, ja makaber anmuten, daß ein katholischer Politiker und Reichskanzler der Weimarer Republik eines solchen Nachrufs bedurfte: "Joseph Wirth war kein Kommunist, er war ein Gegner des Kommunismus .

Der Mann im Weißen Haus: Dilemma einer Institution

Die Vorstellung mag abenteuerlich sein, doch sie hat ihre Reize: Wäre dieses Buch zu Anfang statt gegen Ende des vergangenen Jahres erschienen, residierte Jimmy Carter vielleicht für eine weitere Amtsperiode im Weißen Haus.

Gneisenau: Ein Praktiker

Preußenjahr mitsamt ein wenig Preußenwahn haben sich über viele Monate angekündigt durch eine Flut bedruckten Papiers. Die driftete, im Bild zu bleiben, aus Richtung West so gut wie aus Richtung Ost; als Rechtfertigung war zu hören, man wolle nachweisen, daß der Staat mit der schwarz-weißen Fahne so nun auch nicht gewesen sei.

Hitler: Tiefe der Leere

Er habe in diesem Buch versucht, Hitler im Licht einer modernen Geschichtswissenschaft darzustellen, die die Gesamtheit der historischen Erfahrung umfasse – die politische, Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte ebenso wie die Erforschung der individuellen Pathologie und, was für den Historiker noch wichtiger sei, das Studium der kollektiven Psychologie der Völker.

Datenmißbrauch: Der Konsul wußte mehr

Wolfram W. betreibt seit gut zehn Jahren ein Kino in einer bayerischen Großstadt, mehrfach vom Bundesinnenministerium ausgezeichnet für ein "herausragendes Jahresprogramm"; er hat sehr früh neue Filme aus der Volksrepublik China gezeigt, "Afrikanische Filmtage" oder eine "Palästina-Filmwoche" veranstaltet.

Katholische Kirche: Strenge Bischöfe

Widerspruch und Kritik sind in der katholischen Kirche nicht gerade beliebt. Die Abneigung gegen solche "Untugenden" wächst vor allem bei den Bischöfen.

Vertrauensbildende Maßnahmen am Rhein

Der sowjetische Militärattache Generalmajor Knyrkow aus Bonn, sonst nur als Manöverbeobachter aufgefallen, stieß in der vergangenen Woche bei einer feucht-fröhlichen Übung auf ungewohntes Gelände vor.

Haushalt in Fesseln

Es gibt, wenigstens in einem kleinen Teilbereich der Bonner Innenpolitik, keine Parteien mehr: Beim Gedanken an staatliche Sparsamkeit wird es allen, Sozialdemokraten wie Liberalen und Christdemokraten, gleichermaßen warm ums Herz.

Lohnrunde 1981: Ungewohntes Ritual

Diesmal ist alles anders. Das Vorspiel – im Tarifjargon der "Austausch wirtschaftlicher Daten pflegen, war schon beendet, ehe die Parteien Mitte Januar erstmals zusammenkamen.

Geldpolitik: Ronald Reagan und wir

Die Amerikaner gewinnen im Nahen Osten wieder mehr Einfluß. Die Iraner, immer tiefer in den Krieg mit Irak verwickelt, sind auf Rüstungslieferungen aus den USA angewiesen, weil ihre Armee mit amerikanischen Waffen und Geräten ausgerüstet ist.

Bonner Kulisse

Ob die Beamten des Bonner Forschungsministeriums bei der Vergabe von Forschungsaufträgen an private Institute immer auf die Interessen-Unabhängigkeit der Auftraggeber achten, ist höchst zweifelhaft.

Großbritannien: Nicht schlecht

Wer sagt, daß Großbritannien den Wettbewerb mit seinen Partnern in der Europäischen Gemeinschaft (EG) nicht aushalten kann? 1980 brachte den ersten, wenn auch kleinen Überschuß (nach britischer Statistik 51 Millionen Pfund) im Warenverkehr mit den anderen acht seit dem Beitritt vor acht Jahren.

Kuwait: Gern gesehen

Als am Wochenbeginn bekannt wurde, daß die Dresdner Bank aus ihrem Besitz zehn Prozent des Aktienkapitals der Metallgesellschaft an die Kuwait Petroleum Corporation verkauft hat, gab es keinen Aufschrei der Entrüstung, obwohl der Golf-Staat Kuwait nunmehr zu 20 Prozent an der Metallgesellschaft beteiligt ist.

Östrogen: Raffiniert

Die erste Nachricht war schlimm: Östrogenspuren im Kalbfleisch. Das teilte im November letzten Jahres der nordrheinwestfälische Landwirtschaftsminister Hans Otto Bäumer mit.

Montanmodell: Streit am Sterbebett

Insider wußten es gleich: Der nächste Krach kommt bestimmt, prophezeiten sie, als Bundeskanzler Helmut Schmidt in seiner Regierungserklärung am 24.

Handel auf Sparflamme

Auf den deutschen Aktienmärkten herrscht Lethargie. Selbst durch noch so anreißerische Kaufempfehlungen der Börseninformationsdienste ist keine Bewegung in die Kurse zu bringen.

Firmen und Fakten

Mit der Übertragung dieser Zweigstellen auf die Frankfurter Sparkasse von 1822 nimmt die Berliner Handels- und Frankfurter Bank Abschied von "Mengengeschäft".

Zinsen auf der Schaukel

Die Hoffnungen, der am Jahresanfang erhebliche Anlagebedarf aus den frei gewordenen Zins- und Tilgungsmilliarden würden zu einer nachhaltigen Entlastung des Rentenmarktes führen, haben sich nicht erfüllt.

ZEIT spart Geld

Die Migros Bank AG in Düsseldorf hat das sogenannte Senioren-Sparen eingeführt, an dem alle teilnehmen können, die älter als 60 Jahre sind.

Banken,: Geld aus dem Computer

Wer in Hamburg, München oder Köln spät am Abend oder am Wochenende erschreckt feststellt, daß im Portemonnaie nur noch ein paar Groschen klimpern, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich über die knappen Öffnungszeiten der Banken und Sparkassen zu ärgern.

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