Nichts gegen die Intercity-Züge; schnell sind sie und zuverlässig meist auch. Doch was "Sachsenroß" oder "Gorch Fock" fehlt, das ist das Flair ihrer berühmten Vorläufer, der renommierten Luxuszüge. Der Eisenbahnfan aber, dem der Sinn steht nach jenen Zügen, die Legende waren und um die sich Legenden rankten, der Lust hat auf – und Geld hat für – "Reisen mit den großen Luxus-Expresszügen der Welt", der blättere im gleichnamigen Katalog des Schweizer Veranstalters Intraflug. Katalogstar ist der nimbusumwobene Orient-Express, der "Zug der Könige", der "König des Zugs". Als "Simplon-Aegäis Orient Express" zum Beispiel fährt er vom 6. bis 12. Mai von Zürich über Venedig, Ljubliana, Saloniki nach Athen (Preis ab 2955 Mark, jeglicher Komfort, Kurzbesichtigungen und Vollpension eingeschlossen), als "Nostalgie Orient Express" von Zürich über Innsbruck, Sofia nach Istanbul (ab 2478 Mark). Weitere Zugpferde: "The Transsiberian special" (zwei Speisewagen, sieben Schlafwagen) rollt von Moskau über Irkutsk nach Khabarovsk (6. bis 20. September, 5284 Mark); die "exklusive Weltneuheit" (laut Katalogtext), der "Kaukasus-Krim-Express", fährt von Moskau über Sotchi, Erewan, Suchumi nach Yalta und Kiew (3. bis 16. Oktober, 5489 Mark). – Snobs übrigens können sich auch einen eigenen Extrazug auf dem europäischen Normalspurnetz leisten. Die Miete beträgt 700 Mark pro Tag und Wagen. In Deutschland vermitteln das Zug-Programm Ameropa-Reisen, Myliusstr. 47, 6000 Frankfurt.