Ein nicht gerade rosiges Jahr sagen die Prognostiker des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung den westlichen Industrieländern voraus. Die Westeuropäer müssen sich auf einen Rückgang des Sozialprodukts um etwa ein Prozent einstellen; auch für Nordamerika erwarten die Wissenschaftler keine rasche Erholung – eher deuten die Daten auf eine erneute rezessive Phase. Nur Japan scheint unbehelligt davonzukommen. Nach Ansicht von Ifo zeichnet sich für den Inselstaat ein Wachstum von vier bis fünf Prozent ab.

Hart beim Namen nennt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) die Ursachen der schwachen wirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik: Energieverteuerung, überzogene Löhne, zu hohe Zinsen sowie Führungslosigkeit und Handlungsunfähigkeit der Politik. Die durchschnittliche Arbeitslosenzahl sieht RWI – auch ohne neuen Ölpreisschub – auf 1,2 Millionen steigen. Abzuwenden sei eine weitere Verschlechterung der Lage nur, wenn die Lohnabschlüsse moderat ausfallen, die Bundesbank sich die Freiheit nimmt, die Geldmenge, wie RWI es nennt, "stabilisierungs- und potentialgerecht" zu steuern und die Staatsführung den "Wildwuchs bei öffentlichen Ausgaben zupackend beschneidet".

Ein kleiner Lichtblick ist bei den Lebenshaltungskosten zu sehen: In Nordrhein-Westfalen sind sie im Februar, verglichen mit dem Vorjahresmonat, um 5,6 Prozent gestiegen, im Januar dagegen noch um 5,8. Die stärkste Verteuerung verspürten die Verbraucher, wie das Statistische Landesamt mitteilt, nach wie vor bei Gas (plus 27,8 Prozent), Kohle (plus 14,9), Elektrizität (plus 12,9) und Heizöl (plus 10). Ho