Als er heiratete, im Alter von 43 Jahren, schrieb er seinen Brüdern: "Es ist doch ein schnurrig Ding, wenn man eine Frau hat; schnurrig ist es, wenn man eine Wirtschaft hat, sei sie auch noch so klein; schnurrig ist mir’s, wenn meine Frau mich mittags zu Tisch zu kommen einladet. Und endlich ist es schnurrig, wenn ich jetzt des Abends fein zu Hause bleibe und nicht wie sonst im Freien umherlaufe Auch ist es mir gar schnurrig, daß alles, was ich jetzt unternehme, immer mit Rücksicht auf meine Frau geschieht und geschehen muß. Schlage ich einen Nagel in die Wand, so darf er nicht so hoch sein, als ich langen kann, sondern nur so hoch, als meine Frau mit Bequemlichkeit langen kann. Kurz, seit sich das Ich in Wir verwandelt, ist gar manches anders geworden. Es wird mehr gegessen, mehr getrunken, mehr geschlafen, mehr gelacht, mehr geschäkert, mehr gelepscht..."

Vernünftig, wie er war, sah er aber auch gleich die Nachteile auf sich zukommen: Es werde auch, so schrieb er weiter, "mehr Geld ausgegeben, und vielleicht werden wir künftig an Sorgen auch keinen Mangel haben". Vieles mußte schon jetzt angeschafft werden, weil es "nötig geworden" war: "Kaffeetrommel, Kaffeemühle, Kaffeetrichter, Kaffeesack, Kaffeekanne, Kaffeetasse; alles, alles ist nötig geworden. Töpfe und Töpfchen, Schüssel und Schüsselchen, Tiegel und Tiegelchen alles, alles ist nötig geworden."

Anderthalb Jahre später kam eine Tochter, der nach ein paar Jahren eine zweite Tochter und ein Sohn folgten. Manchmal scheint er finanzielle Sorgen gehabt zu haben, und es scheint, daß er seine Frau stets und ständig zum Sparen anhielt. Als sie einmal ihren Geburtstag in einer anderen Stadt verbrachte, redete er ihr brieflich Leckereien und modische Accessoires aus und empfahl ihr zum Ausgleich: "Damit Du nicht ganz so leer ausgehst und eine Freude habest zu Deinem Geburtstage, so gib einem vorübergehenden Bedürftigen, oder wenn Du sonst jemanden kennest, 1 Taler und freu Dich seiner Freude. Das ist dann eine Freude, wobei der Gaumen zwar nichts empfindet, aber der innere Mensch gewinnt."

Sein Leben verlief sehr ruhig. Als er 12 Jahre alt war, ertrank sein ein Jahr jüngerer Bruder, als er ihn vor dem Ertrinken rettete; das hat er nie vergessen. Der Sohn eines Seifensieders und Lichtziehers, sechstes von zehn Kindern, zog nach seiner Ausbildung in Kopenhagen nach Dresden, wo er bis zu seinem Tode blieb. Verhältnismäßig oft machte er Reisen in seiner Heimat, nach Pommern, Neubrandenburg, auf die Insel Rügen und, in späteren Jahren aus gesundheitlichen Gründen nach Böhmen. Nie war er in der Schweiz, nie sah er die Alpen, obgleich er Alpenmotive dargestellt hat. Auch Italien kannte er nicht.

Einer seiner Neffen wollte – wohl nach seinem Vorbild – Maler werden. Da schrieb er, als man ihn um Rat fragte: "Nennt man gleich die Malerei eine brodlose Kunst, viele sind doch, so dabei ihr Brod finden, und einige gar haben es in Fülle." Er hat es nie in Fülle gehabt, sondern kam allenfalls ganz gut über die Runden. In späterer Zeit stießen seine Arbeiten häufiger auf Ablehnung. Er versuchte, sich zu trösten: "Es mag eine große Ehre sein, ein großes Publikum für sich zu haben. Aber gewiß ist die Ehre noch größer, ein kleines auserlesenes Publikum für sich zu haben. Allgemein gefallen wollen, heißt den Gemeinen gefallen. Nur das Gemeine ist allgemein."

Kritisch wurde es für ihn, als er mit 6Q Jahren einen Schlaganfall erlitt, mit Lähmungen an Armen und Beinen. Zwar erholte er sich soweit, daß er wieder arbeiten konnte, aber doch nur sehr begrenzt. Er starb im Alter von 65 Jahren. Heute ist der Wert seines Werkes kaum schätzbar.

Wer war’s?