Zwei neue Japaner im Anmarsch:

ein JVinzling von Daihatsu und

eine AUradlimdusine von Subaru

Nischenpaule" hieß der einstige BMW-Verkaufschef Hahnemann mit Spitznamen – er fand für das seinerzeit angeschlagene Unternehmen jene "Nischen" im Angebot, für die es zwar Käufer, aber keine Autos gab. Er und seine Vorstandskollegen führten den bayerischen Konzern damals mit sportlichen Wagen der gehobenen Mittelklasse wieder auf Erfolgskurs.

Es waren allerdings stattlich breite Marktlücken, die den Münchnern Geld und Reputation zurückbrachten, mit engen Nischen wäre BMW auf Dauer wohl nicht zu helfen gewesen. Nischen, also ganz kleine Marktsegmente, bedient mittlerweile keine deutsche Autofirma mehr, sieht man von einigen besonders sportlichen Modellvarianten in kleiner Stückzahl einmal ab.

Zwei japanische Unternehmen, beide Neulinge auf dem deutschen Markt, haben jetzt Autos importiert, die ganz spezifische Bedürfnisse relativ kleiner Kundenkreise befriedigen: Subaru stellt eine Alltagslimousine mit Allradantrieb vor und Daihatsu präsentiert einen Winzling in der Nachfolge der Goggo-Klasse.

Wer im automobilen Zwergenreich nach Kleinstwagen sucht, findet allein im Fiat 500 ein Pendant zu dem putzigen Daihatsu "Cuore" (italienisch für "Herzchen"). Der Knirps aus Nippon entstand aus japanischen Sachzwängen. In den Städten des engen Inselreichs ist Parkraum rar; wer ein Auto anmelden will, muß einen heimischen Abstellplatz nachweisen. Und solch ein Fleckchen: läßt sich für den knapp 320 Zentimeter langen und 140 Zentimeter breiten Cuore notfalls noch neben der Haustür freimachen.