Auf dieses Buch haben Deutschlands an sich recht gut versorgte Eisenbahnfreunde warten müssen, auf den "Großen Atlas der Eisenbahnen", 200 Seiten, Delphin Verlag, München, 1980, 98 Mark. Geschrieben ist dieses Buch von dem britischen Autor Nock, dessen Vornamen hinter den Initialen O. S. verborgen sind. Das großformatige Werk erschien 1978 erstmals bei einem amerikanischen Verlag. Folglich sind die Beispiele stark angelsächsisch geprägt, Deutschlands Eisenbahnen spielen nur eine Nebenrolle. Geschichte und Technik der Bahn nehmen ein gutes Drittel des Buches ein, ein wenig zu kurz kommen die Abschnitte "Die großen Strecken" und "Große Expreßzüge". Aber seinem Namen gemäß widmet der Atlas viel Platz für Landkarten und Streckenpläne. Ein schön bebildertes Buch, das dennoch ausreichend Text liefert, allerdings in einer Schriftgroße, die ältere Leser zur Lupe greifen lassen muß. Erfreulich ist die ausführlich gehaltene Bibliographie, auch wenn sie angesichts der reichen Versorgung mit Eisenbahn-Literatur schwergewichtig auf deutschen Büchern liegt. Dürftig ist hingegen die Rubrik "Periodika" bestückt. K. V.