Die angespannte Haushaltslage des Bundes hat. auch ihre guten Seiten: So wurde das Projekt zur Entwicklung eines Autos für das Jahr 2000 jetzt drastisch von bisher 110 Millionen Mark auf siebzig Millionen Mark zusammengestrichen. Ungerupft bleibt lediglich ein von einer Hochschulgruppe zu entwickelndes Auto, das insgesamt von 1979 bis 1982 35 Millionen Mark kostet. Weniger Geld steht für den Volkswagenkonzern und Daimler-Benz zur Verfügung.

Die Frage nach dem Sinn dieser Ausgabe stellt sich damit erneut. Denn angesichts von Milliardeninvestitionen der gut verdienenden Autoindustrie in Forschung und Entwicklung nahmen sich die Bonner Millionen ohnehin recht bescheiden aus. Und selbst aus den "geförderten" Firmen war zu hören, daß man die Gelder des Forschungsministers zwar annimmt, daß damit aber keineswegs neue Entwicklungen vorangetrieben oder auch nur angeregt wurden.

Schade nur, daß der neue Forschungsminister Andreas von Bülow die von seinem Vorgänger Volker Hauff den Autokonzernen avisierten Millionen nicht gänzlich spart und nicht lediglich die Konkurrenzentwicklung der industrieunabhängigen Hochschule weiterführen läßt.

Wer sich bisher keinen Porsche leisten konnte, hat mitunter vergeblich versucht, einen zu leasen. Das soll in Zukunft anders werden: Die VAG Leasing GmbH, Wolfsburg, die bisher schon VW und Audi-Fahrzeuge vermietet, hat auch die teuren Sportwagen aus Stuttgart in ihr Angebot aufgenommen – und sie will "nicht die Leute ansprechen, die bei jeder Vollbremsung gleich einen Offenbarungseid leisten müssen", meint ihr Geschäftsführer Peter Schneider.

Denn billig ist Porsche-Leasing nicht: Schon ein Porsche 924 kostet fast 800 Mark im Monat; für das Spitzenmodell, den 911 Turbo, sind monatlich über 2000 Mark fällig. Das aber, so meint • Schneider, ist interessant für einen Kunden, "der den Kaufpreis von über 88 000 Mark auch aufbringen kann, dieses Geld aber lieber für einen anderen Zweck verwenden möchte".

Einem aufreibenden Doppeljob an zwei Schreibtischen in München und in Berlin muß sich Eberhardt Sarfert auch weiterhin widmen. Der Arbeitsdirektor im Vorstand der Bayerischen Motorenwerke AG (BMW) ist seit zwei Jahren zugleich Chef der Tochter BMW Motorrad GmbH in Berlin. BMW-Chef Eberhard von Kuenheim hatte ihn 1978 an die Spree geschickt, um das ins Trudeln geratene BMW-Motorradgeschäft wieder ins Lot zu bringen. Fachkundige Beobachter sind bisher vom Gelingen dieses Werks nicht ganz überzeugt.

Das Fan-Blatt "Motorrad" wirft den BMW-Zweiradstrategen jedenfalls immer noch "Hilf- und Ideenlosigkeit", vor allem eine "phantasielose Modellpolitik" vor, die dazu zwinge, die Kapazität des Werkes in Berlin-Spandau mit der zusätzlichen Produktion von Autoteilen auszulasten.