Sechs Inselgruppen in der Südsee haben sich jetzt zusammengeschlossen, um gemeinsam um Touristen zu werben. Es ist bereits der zweite Zusammenschluß dieser Art. Der erste Versuch, das weit mehr Staaten umfassende "Pacific Island Tourism Development Council", hatte sich als wenig erfolgreich erwiesen.

Tahiti, die Cook-Inseln, Niue, Westsamoa, American Samoa und; Tonga sind die Gründungsmitglieder des "Tourism Marketing Council – of Polynesia", als siebtes Mitglied wird eine der meistbesuchten Inseln der Region, Fiji, erwartet. Die Arbeitsgruppe will ihre Fremdenverkehrswerbung zusammenfassen und den Besuchern Touren zu mehreren ihrer Inseln zusammenstellen. Damit will die polynesische Gemeinschaft auch dem Umstand Rechnung tragen, daß ihre Gäste weite Anreisewege auf sich nehmen mußten und deshalb meist mehr als eine Insel erleben wollen.

Die Lage fernab der Hauptverkehrsströme bedingt auch hohe Kosten für die Anreise. Um diese Kosten erträglich zu halten, wollen die Inseln versuchen, Flüge mit Großraumflugzeugen in ihre Region zu organisieren. Als Anflughäfen sollen dabei Tahiti und eventuell später Fiji dienen, ein gut ausgebautes Flugnetz zwischen den einzelnen Inseln soll dann die Weiterreise der Gäste sichern. Damit sparen sich die nicht sehr wohlhabenden Inseln den Ausbau eigener und mit Sicherheit verlustträchtiger Langstrecken-Verbindungen.

Ebenso große Bedeutung wird gemeinsamen Werbe- und Veraufsbemühungen zugemessen. Dabei wollen die Inseln zwar die kulturellen Eigenständigkeiten und die landschaftlichen Unterschiede zwischen ihren Mitgliedsländern betonen, zugleich aber den Service einigermaßen vereinheitlichen, was bedeutet: auf ein höheres Niveau als bislang bringen.