Die Wirtschaftsorganisation westlicher Staaten OECD hat in ihrer jährlichen Tourismusstatistik weiterhin steigende Zahlen verzeichnet. Zu den Gewinnern von 1980 zählt auch die Bundesrepublik Deutschland.

Noch sind die OECD-Ziffern für den Tourismus des letzten Jahres nur vorläufig errechnet, aber es zeichnet sich bereits eine Sieben-Prozent-Zunahme im Fremdenverkehr der Mitgliedsländer ab. Die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus beliefen sich demzufolge im OECD-Bereich auf 72 Milliarden Dollar.

Die Zahl der Reisenden stieg 1980. zwar stärker als im Jahr zuvor, doch bei den Einkünften ist es umgekehrt: Die Summe der Einnahmen erhöhte sich nicht in gleichem Maße wie 1979. Die OECD vermutet, daß die Touristen 1980 mehr mit dem Auto gereist sind, ihre Urlaubsdauer verringert haben und ihre Ausgaben am Ferienort einschränkten.

Unter den europäischen Staaten konnten Österreich, Frankreich, Italien, Portugal, die Schweiz und die Bundesrepublik wachsende Besucherzahlen verbuchen. Griechenland, Island, Irland, Norwegen, Spanien, die Türkei und Jugoslawen mußten Einbußen hinnehmen. Griechenland und Spanien kamen allerdings in der Kassenbilanz ungeschoren davon – ihre Tourismuseinnahmen blieben unverändert. Mehr in der Kasse hatten zum Jahresende die Österreicher, Belgien und Luxemburg, Finnland, Norwegen, Portugal, die Türkei und auch die Bundesrepublik Deutschland.

In einer Prognose für die nächste Zukunft kommt die OECD zu folgenden Resultaten: "Die Wachstumserwartungen im internationalen Tourismus bleiben ermutigend, da dieser Wirtschaftssektor fähig zu sein scheint, mit den gegenwärtigen Schwierigkeiten fertigzuwerden. Da es sich um eine flexible und arbeitsintensive Industrie handelt, könnte sie einen nützlichen Beitrag zur Arbeitsplatzbeschaffung leisten."