Von Rolf Michaelis

Ein junger Mensch wird, nach verschleppter Lungenentzündung, in eine "Lungenheilstatte" geschickt – und wird gerade dort lebensgefährlich lungen(tuberkulose)krank.

Aus einer Tb-Klinik "geheilt" entlassen, wird er zwei Tage später in ein Sanatorium überwiesen; die Spezialisten haben nicht erkannt, was der Amtsarzt auf den ersten (Röntgen-)Blick sieht: Aus einer bisher harmlos "negativen" ist in der Tb-Heilanstalt eine ansteckend offene ("positive") Tuberkulose geworden.

Der Achtzehnjährige, den unwissende, ungeschickte, gedankenlose Ärzte mit mißglückenden Operationen fast zu Tode foltern, mit Antibiotika um den Rest von Gesundheit bringen ("wöchentlich hatte ich Hunderte von weißgelben Tabletten zu schlucken, die mir in Kilodösen ans Bett gestellt wurden"), entschließt sich auf dem Totenbett zur Selbstheilung – und hat Erfolg: "Ich mißtraute und wurde gesund ... Der Kranke muß sein Leiden selbst in die Hand und vor allem in den Kopf nehmen gegen die Ärzte."

Der unehelich geborene Todkranke, dem die in quälend langen Monaten vom Gebärmutterkrebs zerfressene Mutter jede Auskunft über den Vater verweigert, macht sich auf die Suche nach dem Erzeuger; als er endlich eine Schulfreundin des Vaters ausgekundschaftet und einen Termin vereinbart hat, schlägt er, einen Tag vor dem Treffen, die Zeitung auf und entdeckt "ein schreckliches Bild: zwei geköpfte Leichen auf einer Einfahrtsstraße nach Salzburg; die einzige, die mir über meinen Vater Auskunft hätte geben können, war tödlich verunglückt".