Seit der Bundestagswahl 1973 hatten sich Unternehmer weitgehend aus Wahlkämpfen herausgehalten. Damals hatte das Engagement prominenter Manager wie Bosch-Chef Hans L. Merkle, BDI-Präsident Rolf Rodenstock (Motto: "Wir können nicht länger schweigen") dem CDU-Kanzlerkandidaten Rainer Barzel eher geschadet als genützt. Die SPD erzielte ihr bestes Wahlergebnis. Diese schlechten Erfahrungen haben prominente Frankfurter Unternehmer nicht von aktiver Werbung bei der Kommunalwahl abgehalten. In großformatigen Anzeigen warben unter anderem Otmar Emminger (Bundesbankpräsident a. D.), Prosper Graf zu Castell-Castell (Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Versicherung) und Karl Gustaf Ratjen (Vorstandsvorsitzender der Metallgesellschaft) bei den hessischen Kommunalwahlen mit ihren Konterfeis für den Frankfurter Oberbürgermeister Walter Wallmann, Ihre Meinung, daß während Wallmanns Amtszeit das Ansehen der Stadt deutlich verbessert worden sei, teilten auch die Wähler.

Wallmann wurde trotz oder wegen der Wahlhilfe aus dem Unternehmerlager in seinem Amt bestätigt.

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Rund einhundert Arbeiter aus der Volksrepublik China will die deutsche Babcock AG – zunächst versuchsweise für ein Jahr – in ihren Werkstätten und auf ihren Baustellen einsetzen. Damit soll ein Teil der offenen Stellen besetzt werden, weil der deutsche Arbeitsmarkt – jedenfalls was den Bedarf von Babcock angeht – leergefegt ist.

Die Chinesen sind im übrigen nicht die einzigen Ausländer im Babcock-Bereich. In den Berliner Betrieben arbeiten neben Engländern auch polnische Facharbeiter, die Babcock-Chef Hans L. Ewaldsen allerdings Kopfschmerzen bereiten: "Wenn sich die Verhältnisse in Polen so entwickeln, daß die Leute nach Hause müssen, dann kommen wir in Lieferverzug und müssen mit Konventionalstrafen rechnen."

Mit Verlusten kennen sie sich aus, die Präsidenten der Fußball-Bundesliga-Klubs. Weil sie die Künste ihrer mehr oder minder begnadeten Kicker mit ökonomisch kaum zu rechtfertigenden Summen vergelten, sorgen sie für permanente Ebbe in den Kassen der Vereine. Was läge da näher, als den vom Nebenjob vertrauten Umgang mit Minusbeträgen auch zum Hauptbroterwerb zu machen?

Wolfgang Klein, Boß beim Tabellenführer Hamburger Sportverein, hat auch da die Nase vorn: Mit seiner Clue Unternehmensberatungs GmbH steigt er jetzt in die Abschreibungsbranche ein. Betuchten Anlegern will er steuersparende Verlustzuweisungen aus Erdgas-Explorationen in Amerika verschaffen. Kleins Fonds "USA-Advance No. 1" ist – so der Branchendienst kapital-markt intern, bereits voll gezeichnet.