Rote Zahlen schreibt die Bundesrepublik im Handel mit den Ländern in Nah- und Mittelost (ohne Iran und Nordafrika), seit im vergangenen Jahr die Erdölpreise explodierten. 1980 wurden nach Angaben des Nah- und Mittelost-Vereins Waren im Wert von knapp 22 Milliarden Mark eingeführt, was einen Zuwachs im Vergleich zu 1979 von vierzig Prozent bedeutet; die Exporte nach diesen Ländern wuchsen dagegen nur um knapp fünfzehn Prozent auf etwa zwanzig Milliarden Mark. Saudi-Arabien allein kassierte für die Öllieferung fast zehn Milliarden Mark oder 130 Prozent mehr als noch 1979.

Einen leichten Leistungsbilanzüberschuß von 118 Millionen Dollar erzielten die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr; 1979 schloß die Bilanz, so das US-Handelsministerium, mit einem Fehlbetrag von 705 Millionen Dollar, 1978 lag das Minus gar bei 14,3 und 1977 bei 14,1 Milliarden Dollar. Die Besserung der US-Leistungsbilanz ist auf die über 34 Milliarden Dollar Überschüsse zurückzuführen, die im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet werden konten. Die Handelsbilanz dagegen weist ein Minus von über 27 Milliarden Dollar aus.

Offensichtlich bringen Japans Hausfrauen auch schon mal Produkte aus deutschen Landen auf den Tisch. Im vergangenen Jahr betrug der Wert des Agrarexports in den Inselstaat 168 Millionen Mark, er hat sich nach Berechnungen der Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) damit, gemessen an 1970, immerhin verdreifacht.

Relative Ruhe herrschte zum Jahresanfang an der deutschen Preisfront. Die Steigerungsrate im Großhandel lag im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 5,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 1980 zogen die Preise in diesem Bereich noch um 7,9 Prozent an. Um 11,5 Prozent sind die Einfuhrpreise im Januar gestiegen. Gegenüber Dezember und November 1980 mit einer Teuerungsrate von 12,7 und 13,5 Prozent hat sich auch hier der Preisauftrieb leicht abgeschwächt. Ho