Von Rolf Didier
Münster/Duisburg
An diesem Montag ist plötzlich Klaus-Peter Routhier, 26 Jahre alt, im Saal 118 des Landgerichts zu Münster aufgetaucht. Durch puren Zufall ist er ein paar Tage zuvor der Polizei in Pilmeroth/Hunsrück bei einer Verkehrskontrolle in die Arme gelaufen. Irgendein findiger Beamter hatte festgestellt, daß eine Ausschreibung zur Aufenthaltsermittlung vorliegt, und so hat die 8. Große Strafkammer endlich auch ihren Augenzeugen, muß noch einmal in die längst abgeschlossene Beweisaufnahme eintreten. So gründlich und sorgfältig wie jetzt in Münster ist der Tod des Frühinvaliden Günther Routhier – der jetzt erschienene Klaus-Peter ist sein Sohn – nie zuvor untersucht worden.